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Die Formen der Cairns und Stufenpyramiden 


sind sehr vielfältig. Es gibt nicht nur rechteckige. So wie die Drei Kaiserberge mit ihren Umrissen die drei Grundformen der Geometrie verkörpern, den Kreis, das Rechteck und das Dreieck, so gibt es auch polygonale Formen, ja selbst die Form eines Stierkopfs wurde nachgeahmt (Buchenberg bei Rocksdorf), ähnlich den Gigantengräbern auf Sardinien, wobei jedes dreieckige Monument im Endeffekt diese höchste Gottheit in Tiergestalt versinnbildlichen sollte (Man denke nur an Zeus und wie oft er sich in einen Stier verwandelte).


In Frankreich wurde eine  ovale Stufenpyramide rekonstruiert, der Cairn von Dissignac in der Bretagne (links zu sehen).

In fast identischer Form gab es einen solchen Cairn noch im 18. Jh. im Stadtgebiet von Würzburg  an der Ebertsklinge zwischen Franz-Stadlmayer-Straße und Keesburgstraße, heute bewaldet (rechts zum Vergleich).

Würzburg war offenbar schon in der Megalith-Epoche ein Zentrum der Hochkultur, denn Zeichner des 18. Jahrhunderts konnten noch die alten Stufenpyramiden und Fels-Nekropolen  vor ihrer Zerstörung durch Steinbrucharbeit aufzeichnen.  Deren Überbleibsel liegen heute im Stadtgebiet, sind zugeschüttet und überbaut. In der Vogelperspektive zeigt uns der Zeichner ein nahezu vollständig erhaltenes Stufenbauwerk. Deutlich zu sehen ist, wie die Steinbrucharbeiter die Felswand im Nordwesten abbrechen und damit erweitern, während die Felswand gegenüber noch intakt erscheint und exakt gerade verläuft.

Ursprünglich fügten sich die Monumente nahezu hermetisch in den Berg, bevor die neuzeitlichen Steinbrucharbeiten begannen. Es lag nur an der Qualität der Bausteine, ob nicht auch die Pyramide selbst zum Opfer wurde. Bestand sie aus kleinteiligem Bruchsteinmauerwerk, hatte sie größere Chancen zu überdauern.