Randsacker2-2

Man fühlt sich in einen südamerikanischen Regenwald versetzt, wo plötzlich die Ruinen der versunkenen Hochkultur hinter Lianen und Gestrüpp zum Vorschein kommen. Nur, das spielt hier mitten in Deutschland, und kein Archäologe kümmert sich darum. Unglaublich, aber wahr. Schön zu sehen im Bild unten sind die die für Megalithmonumnte und -tempel typischen Verzapfungen zwischen großen Monolithen und dem umgebenden Mauerwerk aus Bruchsteinen, zwischen großen Blöcken und kleineren.

Eigenartig sind auch die Einbuchtungen im Mauerwerk, die teils geschwungen, teils linear verlaufen. Ihr Sinn erschließt sich noch nicht. Einen ähnlichen Mauerverlauf gibt es auch an der Nordfassade von Cairn III in der Steingrub (Steingrab) von Schmie. Bei hornförmigen Einbuchtungen an Megalithgräbern Schottlands und Sardiniens (Gigantengräber) befinden sich die repräsentativen Grabportale. Vmtl. auch hier, nur sind unsere noch komplett verschüttet.

Hier hat man den Eindruck, als ob ein Hohlraum hinter der Fassade eingestürzt sei.

Faszinierende Architektur wohin das Auge blickt.

Man staunt immer wieder über die Perfektion des teils noch sehr gut erhaltenen Mauerwerks.