Katalog der Fundstaetten

Info-Portal Cairns und Pyramiden

Evidenz (Bildergalerie)

 

Der Katalog soll laufend ergänzt werden.

 

Hier kann im Laufe der Zeit, wenn schon keine vollständige Enzyklopädie, so doch ein ortsbezogenes alphabetisches Nachschlagewerk der wichtigsten Cairn-Vorkommen entstehen.

 

Die Basis-Informationen zur Cairn-Forschung findet der interessierte Leser dagegen unter der so bezeichneten Rubrik über die Startseite.

 

 

Nekropolen, heilige Quellen und Seen:

 

An dieser Stelle muss auf ein gemeinsames Charakteristikum der Nekropolen, ein Faktum hingewiesen werden, das ihre Identifikation erleichtert, aber auch die Theorie, die Monumente gehörten der keltischen Kultur, unterstützt.

 

Aufgestaute Seen und heilige Quellen scheinen nämlich zum Umfeld von Cairn-Ensembles zu gehören. In Baden-Württemberg gibt es z. B. den großen abgelassenen See unterhalb der Steingrube von Schmie/Maulbronn, unterhalb der Kruschhälden wurde einst der Kohlbach zum See aufgestaut, nur rund 2,5 km südwestlich der Kruschhälden finden wir den noch aufgestauten Seelach im Schlangenbachtal zwischen der Rohrhälde und der Sommerhälde von Kürnbach, im Tal unter der Zwerchhälde von Sternenfels, im Sommerseelach, steht noch der Damm, der den Kraichbach aufstaute, unterhalb der Steingrube/Natursteinwerk von Mühlbach existiert heute noch ein Stausee, der als Badesee genutzt wird, zwischen Bärenstein und Externsteinen wurde die Wimbecke aufgestaut.

 

Diese Seen dürften für das stehen, was die Sprachforscher Grimm über den etymologischen Ursprung des Begriffs Seele herausfanden. Demnach geht er auf das Wort See zurück. Im alten germanischen Glauben sollte die Seele des Menschen nach dem Tod ins Wasser eintauchen und auch von dort wieder ins Leben zurückkehren.

 

Den Kelten war das Wasser in jeder Form heilig. „Alle Zustände des Wassers zusammen ergaben den Kreislauf, der Himmel und Erde, Über- und Unterirdisches, Fruchtbarkeit und Sterilität, Leben und Tod ineinander übergehen ließ“ Es gab heilige Quellen, Seen und Flüsse, in denen sie ihre Opfergaben aus Gold und Silber versenkten.

 

Schon die Römer ließen die Seen ab und raubten alles Greifbare. „Die Quelle, der Ursprung des Wassers aus der Anderswelt vereinte das fließende und stehende Moment und genoss vor allem als Heilquelle die größte Verehrung durch alle Bevölkerungsschichten... In der irischen Sage gilt der See als Eingang zur Anderswelt, als Reich der Feen, was er bis in die Artus-Literatur beibehält“ (Lexikon der keltischen Mythologie, Diederichs, 1992). Das Fließende kommt vor allem im kurvo-linearen Stil der keltischen La-Tene-Kunst zum Ausdruck.

 

Demnach ist es nur logisch, dass die großen Grab-Monumente in unmittelbarer Nähe zu einem Heiligen See entstanden, da hier ja der Übergang zur Anderswelt, die sich wohl im Wasser der Seen spiegelte, stattfand.