Horn-Bad Meinberg 2

Zuletzt geändert: 01.10.2009, 19:10:45

Im Nordweste läuft das Bauwerk in einzelne Hügel aus, die schon auf dem natürlichen Hang sitzen.

Oberhalb des Hangs läuft die Felswand weiter, nun allerdings erheblich niedriger.

Etwa hundert Meter entfernt ragt ein weiterer Lang-Cairn unterhalb dieser Felswand auf den Hang hinaus.

Die besagte Felswand findet ihre Fortsetzung in einem Wanderweg (A8), der die eingeschlagene Winkelrichtung einhält. Es ist, wie schon ausgeführt, die Orientierung auf den Sonnenuntergang zur Sommersonnenwende. Bei Stemberg stößt der Weg auf eine weitere Felsnekropole im Wald, die mindestens zwei Cairns enthalten dürfte (Blauer Kreis). Zielpunkt dieser Linie ist die Grotenburg auf der das Hermannsdenkmal steht. Mehr darüber im Kapitel „Pyramiden (Bergmonumente)“, Rubrik Cairn-Forschung.

Es gab im Sommer 2004 eine kleine genehmigte Grabung an einem vermuteten Dolmenstein, der sich an der Flanke eines der zwei langen Gang-förmigen Einschnitte auf der untersten Bauwerksstufe befindet (siehe o. a. Plan). Teilnehmer waren neben Walter Haug auch Uwe Topper und der Vorsitzende des Machaleth´schen Forschungsvereins Gerd Meier. Es konte ein tief reichende Hohlraum unter dem vmtl. Deckstein freigelegt werden, vor allem aber der linke Tragstein, auf dem der Architrav immer noch sitzt, der rechte scheint verloren gegangen zu sein. Hier dürfte ein Großteil der Bauwerkssubstanz eingestürzt sein, als der Weg in die Vorderfront der Pyramide gebrochen wurde, auf dem heute die Besucher die Elfenweise erreichen.

 

Da die Grabung wegen des Wurzelwerks eines dicht dabeistehenden Baumes diesen Tragstein nicht vollständig freilegen konnte, wird der Befund Dolmen von Prof. Springhorn angezweifelt. Er hält den gefundenen Felsbrocken für natürliches Gestein, von dem der oben quer liegende Quader abgebrochen sei. Eine weitere Grabung wird nicht genehmigt, da das Bauwerk sich im Naturschutzgebiet befindet.

Eine Skizze verdeutlicht die kontrovers diskutierte Problematik.

Der Bärenstein mit seiner überwältigenden Monumentalität kann nicht losgelöst vom Externstein betrachtet werden. Offensichtlich handelt es sich bei der rückwärtigen Felswand des Bärenstein um eine Steinbruchwand. Dafür spricht auch eine mehr als 1 m lange horizontale Bohrung durch einen Felsblock vor der Wand, auf die uns der langjährige Vorsitzende des Machaleth´schen Forschungsvereins Freiherr von Lamezan aufmerksam machte.

 

Wenn hier ein künstlicher Berg vor einer mehr als 30 m hoch aufragenden Steinbruchwand aufgebaut wurde, muss der Externstein, wie die Steinbruchwand des Bärenstein, künstlichen Ursprungs sein. Auch der Externstein ist aus einem Steinbruch hervorgegangen. Hier wurde ein natürlicher Hügel von der Vorder- und Hinterseite her abgegraben und senkrecht heraus gebrochen.

Hoch aufragende Türme entstanden, das Sacellum mit seinem Mond- und Sonnen-Observatorium, dessen Priesterin der römische Historiker Tacitus noch kannte, die germanischen Seherin Vileda.

Die Maße, die im Altarstein des Sacellum verewigt sind, gehören zum Grundbestand der megalithischen Zivilisation. Der Altar ist eine megalithische Elle hoch. Alec Thom konnte dieses Maß bei der Vermessung britischer Steinkreise als Grundeinheit ermitteln. Er rechnete mit 82,9 cm. In Wirklichkeit dürften es nur wenig mehr, nämlich 83,3 cm sein. Das ist der 12. Teil von 10 m. Der Meter ist eine Maßeinheit, die direkt vom Umfang der Erde abgeleitet und erst nach der Französischen Revolution eingeführt wurde. Die Megalithiker kannten also die Maße der Erde. In ihrer Rechnung hatte der Planet einen Umfang von 48.000.000 megalithischen Ellen (4 x 12.000.000, auch die Sumerer rechneten Hexa, deshalb der Umfang der Erde von 360 Grad).

 

Der Durchmesser der Erde von etwa 12.730 km wird symbolisiert durch die Gesamthöhe von Sockel und Altar: 127,3 cm sind der 10.000.000. Teil der Erdachse.