Heilbronn

Die Paradies-Pyramide bei Heilbronn

Beschreibung

 

Dieses Monument ist nahezu einmalig in seiner Größe, wie man sich durch Blick auf die Karte leicht überzeugen kann. Die Bezeichnung Pyramide ist von daher selbstverständlich. Ein ähnlich großes Bauwerk, flächenmäßig aber kleiner, ist der Bärenstein bei Horn/Bad-Meinberg.

 

Man findet sie oberhalb der Waldsteige an der Kreisstraße von Heilbronn nach Donnbronn gegenüber dem Jägerhaus. Flurnamen rund um dieses jetzige Naturschutzgebiet erinnern an ihre vergessene Identität: Heidenacker im Norden, Heidenweg im Süden und Paradies im Osten.

 

Allein ihre Vorderseite hat schon eine gewundene Länge von etwa 400 m (Zum Vergleich die Cheopspyramide mit einer Seitenlänge von rund 231 m). Von der Nord- bis zur Südspitze beträgt ihre Ausdehnung ca. 470 m.

 

Tatsächlich handelt es sich um ein einziges Bauwerk, das den sog. Steinbruch fast vollständig ausfüllt. Lediglich schmale Zufahrtswege an beiden Seiten führen um ihn herum. Historisch gilt dieser Steinbruch als der größte Württembergs, was flächenmäßig sicher zutrifft. Doch das tatsächliche Abbaugebiet befindet sich auf der Rückseite des Cairns, und das ist im Verhältnis zur Gesamtfläche des angeblichen Steinbruchs recht klein. Dort fanden die Steinbrecher den besten und solidesten Schilfsandstein, der bis nach Holland verkauft wurde.

 

Man erkennt ganz klar, dass hier die rückwärtige Felswand eines Berg-Cairn-Monuments aus kommerziellen Gründen zum Steinbruch erweitert wurde, ein Vorgang, der genauso in der ältesten Zeichnung eines Steinbruchs zum Bau eines mittelalterlichen Klosters dargestellt wird (siehe Artikel Felsnekropolen). Der Ursprung des Bauwerks aber liegt in grauer Vorzeit.

Dieses Würde man der offiziellen Theorie der Archäologen Recht geben, wäre das Gebilde in der Mitte ein gigantischer Schutthaufen. Völlig verrückt! Wo soll all der Abraum herkommen? Abraum ist die schmale Schicht Humus und Geröll über dem hier überall kompakt anstehenden Fels. Großzügig gerechnet kann er nicht mehr als 10 % des Volumens betragen. Hier aber ist das Verhältnis gerade umgekehrt! Die Steinbrucharbeiter hätten fast nur für die Herstellung von Abraum gearbeitet. Aber diesen Unsinn glauben Menschen, bei denen man eine hohe Intelligenz voraussetzt. Leider hatten diese bis jetzt darüber zu entscheiden, ob unsere Megalith-Pyramiden anerkannt, ausgegraben und restauriert werden, weshalb bis heute noch nichts geschah.

 

Den Platz wählten unsere Vorfahren mit Bedacht aus. Von dort oben eröffnet sich ein gewaltig weiter Blick über das Neckartal und die ganze Stadt Heilbronn bis weit in den Westen. Die Unendlichkeit des Horizonts, die Sphären der Götter, alles in Augenhöhe. Wenn hier die vmtl. größte Megalith-Pyramide Deutschlands, vielleicht der Welt, steht, muss auch der Ortsname Heilbronn eine Bedeutung haben, die Hinweis auf die immer noch rätselhafte Vergangenheit gibt. Oftmals haben die Cairns bzw. ihr Standort eine Bezeichnung, die auf Hälde endet. Wie im Kapitel „Steinbrüche“, Rubrik Cairn-Forschung ausgeführt, dürfte angesichts der sakralen Bedeutung dieser Stätten der Begriff auf die Göttin Hel oder Holda zurückgeführt werden. Heil kann eine weitere Ableitung dieses Wortstamms sein, der die heilende Wirkung der Göttin zum Ausdruck brachte. Auch im indischen Mythos ist die Kali sowohl Göttin des Todes und der Kriege als auch Heilerin. An ihrem Hals reihen sich die Schädel der Verstorbenen zu einer Kette.

 

Direkt vor dem Monument stand vor noch nicht langer Zeit eine tausendjährige Eiche, wo jetzt das Jägerhaus den Besucher erwartet. Nur der Baumstumpf mit den unzählbar vielen Jahresringen ist übrig. Wenn dies eine Gerichtseiche war, dann spräche dies für eine ungebrochene Tradition des Ortes von der Keltenzeit bis ins Mittelalter.

 

Dort auf dem Gelände erkennt man auch, dass das Monument sich jenseits der Straße stufenweise den Abhang hinunter fortsetzt. Die Form des Bauwerks ist phänomenal. Bekannt ist, dass die Kelten jede gerade Linie an ihren Grabmonumenten verabscheuten. Wieso aber hat man sich zu diesem äußerst merkwürdigen Grundriss entschlossen? Es gibt nichts Vergleichbares. Irgendeine Symbolhaftigkeit muss hinter dieser Silhouette stecken: Blüte, Flamme? Der Umriss erinnert an den der Heidenmauer bei Bad Dürkheim, das keltenzeitliche Oppidum auf dem Kästenberg (siehe Kapitel „Steinbrüche“ in der Rubrik Cairn-Forschung).

 

Wir – Mitglieder des VGN Bruchsal und der Entdecker - betraten die Stätte über den westlichen Zugang und stiegen dabei durch einen Hohlweg, der in den Fels hinein gesprengt wurde, hinauf zum Felsgrund, auf dem der Gigant errichtet ist. Links und rechts sieht man den tief aufgesprengten Fels, rechts erhebt sich auf dem hohen Felssockel der Riesen-Cairn, dessen erste Mauern erkennbar sind. Damals wie heute ein imposanter Anblick!

Das Monument

 

Ein umfassender Eindruck lässt sich überhaupt nicht gewinnen. Dazu müsste der Wald vollständig beseitigt und vom Flugzeug aus Bilder geschossen werden. Als Besucher bewegen wir uns immer der Fassade entlang und erfassen deren Höhe und Ausdehnung, was einen nur noch staunen lässt.

 

Bald schon beginnen die außerordentlich hohen und gut erhaltenen Trockenmauern zur rechten Hand.

 

Diese gigantische Rampe aus trocken gesetztem Mauerwerk führt auf die schwindelerregend hohe Kuppe des Bauwerks. An dieser Stelle hat es eine Höhe von annähernd 20 m.

 

Nicht weit davon, in diese Trockenmauer eingebaut, sind eiserne und ziemlich verrostete Installationen der Steinbruchzeit zu sehen, Kippmulden für Schüttgut, was auf ein Lager für Schotter schließen lässt. Der Abraum aus Steinsplitt und -geröll wurde also verkauft und nicht deponiert. Auch das spricht gegen die gigantische Größe dieser angeblichen Abraumhalde, die in Wirklichkeit eine Kelten-Pyramide ist.

 

Im übrigen ist aus einer Veröffentlichung der Steinbruchzeit, die vom Ende des 19. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts dauerte, bekannt, dass tatsächlich der meiste Abraum und Steinschutt aus der Quaderherstellung als Zusatz für Beton und für den Straßenbau verkauft wurde (Rolf Albert Burrer, „Der Steinhauer an der Arbeit“, 1911 im Kapitel „Gewinnung des Rohmaterials“, S. 62).

 

Rampen dieser Art, wenn auch nicht derart hoch reichende, sind auch an den Böschungen anderer Cairns, an der Zwerchhälde in Sternenfels, der Steingrube in Schmie, der Sommerhälde in Kürnbach, etc. bekannt. Man findet sie ebenso an bretonischen Cairns, z. B. am Cäsarhügel bei Tumiac oder am Petit Mont bei Arzon im Morbihan.

Schaut man sich diese sog. „Halde“ einmal näher an, erkennt man, welch solide Trockenmauern sie umgeben und wie kunstvoll diese

gesetzt sind.

 

Bei dieser Mauer hat man den Eindruck, eine Türe ins Innere wäre mit kleineren Bruchsteinen zugesetzt worden. Es könnte sich allerdings

auch um eine Scheintüre handeln. Diese sind vor allem in den Cairns Schottlands anzutreffen.

Überall tritt das mehr oder weniger gut erhaltene Trocken-Mauerwerk in nirgendwo bekannter Höhe aus der Böschung hervor. Welch riesige Verschwendung an Mauersteinen und Arbeitskraft wäre es gewesen, wenn kommerziell arbeitende Menschen diese hohen und völlig nutzlosen Mauern hätten errichten müssen. Aber als die Steinbrecher den Ort in Beschlag nahmen, standen diese wohl schon seit Urzeiten, und vmtl. genügten die dort vorhandenen Bausteingrößen den Anforderungen nicht. Die gewünschten Formate konnten nur aus der rückwärtigen Felswand gebrochen werden.

 

Deshalb dürfen wir im Land uns freuen, die wohl größte Megalith-Pyramide Deutschlands in derart gutem Erhaltungszustand zu besitzen.

Manchmal scheint es, als ob neueres Mauerwerk das alte ergänzen würde. Aber insgesamt wirken die Mauern sehr sehr alt, wie aus einer längst vergangenen Zeit.

Dort wo das Mauerwerk gegenüber der Felswand steht und angeblich den Schutt im Zaum halten soll, wird einem bewusst, wie unglaubwürdig diese offizielle archäologische These ist. Dieser Haufen mit angeblich nutzlosem Material ist einfach zu riesig, seine Böschung zu steil, seine Höhe nahezu identisch mit der der Felswand. Und außerdem verbirgt sich unter dem oberflächlichen Humus und Ersosionsgebrösel wiederum gesetztes Bruchsteinmauerwerk.

 

Einen Eindruck von der Höhe des Bauwerks erhält man auf der Rückseite, wo der Abstand zur Felswand entsprechend weiter ist.

 

Die Vorderseite ist wohl die bizarrste Seite des Bauwerks. Hier finden wir ebenfalls Trockenmauern, allerdings fast durchgehend und in beachtlicher Höhe (2 - 3 m), erhalten. Sie bilden eine durchgehende und recht breite Basistufe, die die ganze vordere Breite des Bauwerks zwischen westlichem und östlichem Zugang umfasst und nur durch einen Hohlweg am westlichen Ende durchbrochen ist, sowie eine weitere Stufe darüber, die fast genauso lang wie die Basistufe ist. Diese zweite Stufe läuft allerdings im Westen in quer verlaufende Lang-Cairn-artige Strukturen aus, die eine dritte Stufe darüber bilden. Diese mehrfach gestufte Fassade diente sicher der Repräsentation. Heute verdeckt der Wald die beeindruckende Ansicht komplett.

 

Man muss sich vorstellen, dass die recht hohen Mauern auf einem Felsplateau aufgebaut sind. Unmittelbar unterhalb von ihnen verläuft die Kreisstraße und gegenüber steht das Jägerhaus. Hinter der Gaststätte fällt das Gelände wiederum senkrecht ab. Auch hier sind künstliche Wallformationen zu erkennen. Diese enorm große Plattform bildet also ebenso eine Stufe des gigantischen Bauwerks. Die Karte zeigt dieses Felsplateau und die Stufen überhaupt nicht. Vermessungen müssen durchgeführt werden, um das Gesamtkunstwerk endlich in ganzer Größe zu begreifen.