Goppingen 7

Runen in den Stollen unter den bosnischen Pyramiden

 

Der erstaunlichste und wohl auch erhellendste Fund zur Beurteilung der bosnischen Pyramiden sind Runen, die man als Petroglyphen auf einem Felsbrocken im Raven-Tunnel fand.

Dies verdeutlicht, dass die bosnischen Monumente sich nahtlos in die vorrömische Kultur Nordeuropas einfügen lassen. Die Runen waren in einem großen Zeitraum, der im 8. Jahrhundert v. Chr. beginnt und im 13. Jh. n. Chr. endet, in Gebrauch. Man kann die altgriechischen Schriftzeichen ebenso darunter einordnen, wie auch die etruskischen Schriftzeichen.

 

Piergiuseppe Scardigli beweist das in seinem exzellenten, allerdings dem orthodoxen Chronologiesystem strikt unterworfenen Aufsatz „Zur Herkunft der Runenschrift aus der nordetruskischen Schrift“ (1) anhand zahlreicher Schriftbelege die große stilistische und epigraphische Ähnlichkeit beider Systeme: „Die Belege für eine Verbindung zwischen dem nordetruskischen und dem germanischen Raum sind nunmehr unanfechtbar...“ (!). Er vergleicht nämlich eine etruskische Inschrift aus Prestino, die man ins 5. Jahrhundert v. Chr. datiert,

mit einer Runeninschrift auf einem Dolche, den man in der Themse fand und einmal in das 5., dann wieder ins 9 Jahrhundert n. Chr. datiert und den Angel-Sachsen zuordnet.

Er muss dann allerdings resümieren: „Eine der zahlreichen ungelösten Fragen ist beispielsweise der zeitliche Abstand zwischen den Erscheinungsformen vorlateinischer Schrift in Norditalien... und den Runenzeichen...“ Hier legt der Autor die Hand tief in die schwärende Wunde der mittelalterlichen Weltgeschichts-Fälschungsaktion, ohne allerdings eine Antwort zu finden, denn immerhin handelt es sich hier um einen Zeitraum, der nicht weniger als 1000 Jahre, wenn nicht 1400 Jahre umspannt. Auch wenn man die Runen der Alemannen nimmt, die im 3. Jahrhundert auftauchen, so sind es doch immer noch rund 400 Jahre, die die etruskischen Schriftzeichen von den Runen trennen – ein unbegreifliches dunkles Zeitalter, in der beide Schriftsystem völlig von der Welt verschwunden waren und angeblich nur lateinische Schrift geschrieben wurde, und das von den letzten Jahrhunderten des 1. Jahrtausends v. Chr. bis in das 2. und 3. Jh. n. Chr.

 

Umso unbegreiflicher ist dann, wie die etruskische Schrift urplötzlich wieder wie aus dem Nichts bei den Germanen in Skandinavien, im Alpengebiet, in Rumänien, England, bei den Alemannen, in Keltiberien u. s. w. auftauchen kann, und das in kaum gewandelter Form.

 

Irgendwann in diesem Zeitraum, der allerdings nach Bereinigung der gefälschten Epochen wesentlich kleiner sein dürfte, sind die bosnischen Pyramiden entstanden. Eine kulturelle Beziehung zu Etruskern bzw. Nordeuropa muss existiert haben, denn man benutzte ein Schriftsystem, das in diesen Kulturräumen verwendet wurde.

 

Doch die C-14-Datierungen, die Prof. Osmanagich an der Sonnenpyramide durchführte, brachte ein komplett anderes Ergebnis:

 

„Finally, the organic material was found during summer excavations 2010 at Sonda 20 on Bosnia's Moon Pyramid. The organic remains were found in the surface layers of the stone blocks that had been uncovered and were sent afterwards to labs for radiocarbon dating at the Silesian University of Technology in Gliwice, Poland. Radiocarbon dating showed the organic material to have an age of 10.350 years, which means the terrace of the pyramid has been built approx. 10.000 years ago. It completely changes our knowledge of European history and first advanced civilizations - Osmanagic said“.

 

„Schließlich wurde während der Ausgrabungen im Sommer 2010 mit der Sondage 20 an der bosnischen Mondpyramide organisches Material gefunden. Die organischen Reste fand man in den oberflächennahen Lagen der Steinblöcke, die bis dahin nicht aufgedeckt worden waren und wurden danach zum Labor für Radiocarbondatierung an der Silesianschen Universität für Technologie in Gliwice, Polen geschickt. Die Radiocarbondatierung zeigte für das organische Material ein Alter von 10.350 Jahren, was bedeutet, dass die Terrasse der Pyramide wahrscheinlich vor 10.000 Jahren gebaut wurde. Das ändert unser Wissen über europäische Geschichte und die ersten entwickelten Zivilisationen komplett“.

 

Wie schon Böss und Niemitz in ihrem „C-14 Crash“ schrieben, ist dieser Methode überhaupt nicht zu trauen. Nachdem der Skandal des Anthropolgen Protsch von Zieten an der Uni Frankfurt Furore machte, der 200 Jahre alte Schädel zu Neandertalern erklärte, und das aufgrund seiner Radiocarbon-Messungen, dürfte die Methode ein für allemal ihre Reputation verloren haben. Weitere Informationen dazu auf http://www.bruchsal.org/story/pyramiden-deutschland-vor-sintflut

 

 

Die keltische Leuge auch in Bosnien

 

Alles spricht dafür, dass die bosnischen Pyramiden in den Kontext der keltischen Kultur gehören, also die repräsentativen Grabmonumente Celticas waren. Auch in den Abständen der 4 großen Pyramiden im Tal von Visoko lässt sich eindeutig die keltische Leuge von 2,222 km nachweisen. Prof. Osmanagich hat dieses Maß überall veröffentlicht. Er weiß einfach noch nicht, dass dies das europaweit verbreitete Längenmaß in der vorrömischen Zeit war.

Es sind jeweils gleichseitige Dreiecke von 2,222 km Seitenlänge, welche die Sonnenpyramide mit der Mond-und Drachenpyramide, bzw. die Sonnen-und Mondpyramide mit der neu entdeckten 4. Pyramide verbinden.

Die Achse der beiden Dreiecke weist einen Winkel von 19º Nord-Ost (blauer Pfeil, s.u.) auf, das ergänzt sich mit unserem 11º-Nord-West-Winkel (roter Pfeil) auf exakt 30º, den 12. Teil des Kreisumfangs von 360º. Und hier dringen wir tief in die astronomischen und geodätischen Geheimnisse unserer Urahnen ein, denn diese Zwölfteilung des Kreises ist im Sonnen-und Mondobservatorium Stonehenge zwischen den Kreisen der Aubrey-Holes und der Sarsensteine als Zwölfstern codiert. Die Kippung dieses Sterns ergibt sich automatisch durch die Sonnenstandsorientierung dieses Steinkreises auf die Sommersonnenwende (gelber Pfeil), die aber nur auf dieser Breite, wo Stonehenge errichtet wurde, gemessen werden kann. Roter, blauer und gelber Pfeil-Winkel wiederholen sich natürlich auf allen vier Kardinallinien und sind als Ley-lines oftmals in den Landschaften anzutreffen.

 

Diese Breite, auf der Stonehenge errichtet wurde, musste ganz bewusst ausgesucht werden, denn nur dort hat der nördlichste Aufgang der Sonne einen Winkelabstand zur Nordrichtung von 49º. Diese Zahl muss der Grund gewesen sein. 49 ist die Potenz von 7 (7x7=49), und 7 ist die Sonnenzahl. Der Sonntag ist der 7. Tag der Woche. Es kann kein Zufall sein, dass die zahlreichen Cairns im Kraichgau allesamt nah am 49. Breitengrad liegen. Zahlenmagie muss also eine große Rolle schon bei den Kelten gespielt haben. Der Siebenstern im Wappen der alten Kaiserstadt Sternenfels mit der alles überragenden Kaiserpyramide mitten im Ort symbolisiert ebenso die Sonne, wie im Papstwappen von Alexander V.

Man findet also sogar an den Pyramiden des Kontinents Hinweise auf die große Bedeutung, die Stonehenge einst in der Keltenzeit für die Astronomie der Druiden in ganz Europa hatte. Nicht von ungefähr steht in Cäsars Bello Gallicum, dass die Schwaben bzw. Druiden jedes Jahr nach England pilgern würden, um an einem Sonnentempel über den Lauf der Planeten zu debattieren.

 

Bosnische und süddeutsche Pyramiden als Grabmonumente des Keltenreichs haben eine große Logik, denn Celticas Ausbreitung erfolgte vom süddeutschen Raum aus und erreichte die Bretagne und die britischen Inseln genauso wie den Balkan und sogar Kleinasien, wo sie das Königreich Galatia gründeten. Nach der chronologischen Bereinigung werden die Megalithmonumente Europas als keltisch anerkannt werden müssen. Dann gehören auch die Großsteingräber des Kaukasus und Indiens in diesen Kulturraum, der einstmals die halbe Welt umspannte und die Runen sogar bis Sibirien brachte.

 

Astronomische Orientierungen der Drei Kaiserberge

 

Dipl. Ing. Reinhard Gunst, Architekt aus Stuttgart, schrieb:

„Durch einen Blog bin ich auf Ihre Website aufmerksam geworden. Da ich früher oft auf den Dreikaiserbergen wandern musste, fand ich Ihre Theorie faszinierend, zumal mir die geologische Erklärung nie recht einleuchtete.

 

Nun habe ich mir die Lage der Dreikaiserberge einmal auf einer Karte näher betrachtet und mir scheint nun, dass es doch eine geometrische Beziehung geben könnte, die der geologischen Erklärung widerspricht.“

 

Er schickte uns ein Bild des Messelbergs.

„Vielleicht müsste auch der Messelberg bei Donzdorf in die Überlegungen mit einbezogen werden, denn Hohenstaufen, Stuifen und Messelberg liegen auf einem rechtwinkligen Dreieck, dessen geometrische Bezüge eine ähnliche Funktion wie das Belchendreiek gehabt haben könnten. (Seitenverhältnis der Katheten 2/1).

 

Jedoch liegt der Messelberg ein gutes Stück zu weit im Osten. Er könnte dennoch als Ausgangspunkt der Landvermessung gedient haben, welche die genauen Pyramidenstandorte festlegte. Dann erfolgte die Vermessung unten auf der Ebene vom Fuß des Messelbergs aus. Der Bergname enthält wohl nicht umsonst schon den Hinweis auf Vermessung.

Bzgl. astronomischer Orientierungen der Drei Kaiserberge fand er heraus:

„Das Dreieck hat mich angeregt die Visierlinien mit astronomischen Ausrichtungen zu vergleichen. Folgendes ist mir dabei aufgefallen:

 

Die Visierlinie Rechberg / Heldenberg könnte der der Großen Mondwende entsprechen und die vom Rechberg / Stuifen der von Winter / Sommersonnenwende, die von Hohenstaufen über Rechberg zum Scheuellberg könnte der Ausrichtung auf den Sirius entsprechen.

 

Auf Grund der Lage von Hohenstaufen und Rechberg wäre auch ein größerer Zusammenhang nicht auszuschließen, wonach diese Teil eines Bodenhimmels bilden und das Wintersechseck darstellen ( Prokyon/ Beteigeuze). Weitere Punkte könnten Staufeneck, Heldenberg und Anhöhen bei Oberkirneck und Durlangen sein.

Das Foto hat mich angeregt, es einmal mit astronomischen Richtungen zu vergleichen und habe dabei folgendes herausgefunden:

 

Die Visierlinie Rechberg / Heldenberg entspricht der Großen Mondwende Süd / Nord

Die Visierlinie Rechberg / Stuifen entspricht der Winter / Sommersonnenwende

Die Visierlinie Hohenstaufen/ Rechberg / Scheuelberg könnte auch einer Mondwende entsprechen.“

Zuletzt geändert: 25.01.2012, 18:18:34