Goppingen 5

Solche Blocklagen, allerdings ohne Lehmzwischenschichten, erwarten wir auch am Rechberg zu finden. Das Fugenmaterial könnte hier aus gegossenem Kalk bestehen, also einer Art von Mörtel. Leider wurde dort bisher nur ein senkrechter Schnitt durch den Hang angelegt. Wenn Steinblöcke in rechteckiger Form auftauchen und diese sich aus dem Verbund lösen lassen, dann ist der Beweis eines Bauwerks erbracht. Es könnte auch etwas schwerer werden, wenn sich das Fugenmaterial als eine Art Beton herausstellt, der den ganzen „Bergen“ die sichtbare Stabilität verleiht. Wir denken, dass es viele Menschen in unserem Land gibt, die diesen Nachweis gerne erbracht sähen, und dass es auch keine künstlichen Hindernisse geben wird, die diesen Nachweis verhindern sollen.

 

Denn Osmanagichs Forschungen finden keine Sympathie auf Seiten europäischer akademischer Wissenschaftler. Entsprechend giftig äußerte sich auch der Präsident der Europäischen Archäologen-Vereinigung, Anthony Harding http://serbo.blogspot.com/2006/06/european-archaeologists-do-not-believe.htmlgegenüber Reportern in Sarajevo: „We saw the area and what we saw was entirely natural geological structure – Wir sahen das Areal und was wir sahen waren vollkommen natürliche geologische Strukturen“. Da äußerte sich einer über ein ihm fachfremdes Sachgebiet. Wissenschaftlern glaubt man einfach alles. Und darauf verlässt sich Harding.

 

Zusammen mit dem Vertreter des Deutschen Archäologischen Instituts, das sich schon bezüglich der Cairn-Forschung in Deutschland auf dem Stand der französischen Archäologie vor 1950 befindet, also auf 0, formulierte er ein Statement, das unverhohlen zu einem Boykott der Forschungen Osmanagichs auffordert http://www.e-a-a.org/statement.pdf, wissenschaftlich und menschenrechtlich ein Unding. Wissenschaft soll ja Wissen schaffen und nicht verhindern. Das erinnert an den Umgang der Nazis mit jüdischen Wissenschaftlern, die ebenfalls solchen Boykottmaßnahmen unterworfen wurden.

 

Es gibt natürlich auch deutsche Geologen, die ebenfalls behaupten, solche systematischen Fugenmuster seien natürlichen Ursprungs. Es ist ja logisch, dass solche Fachleute, die schon bei der Beurteilung der heimischen Monumente versagt haben, sich erst recht in Bosnien in die Nesseln setzen.

 

Diese Geologen behaupten allen Ernstes, Gesteinsschichten würden von sich heraus zu solchen regelmäßigen Formen zerbrechen. Doch das widerspricht dem von R.J.E. Clausius 1854 formulierten Satz von der Vermehrung der Entropie:"Bei jedem natürlichen Vorgang nimmt die Entropie zu."

 

Zusammenfassung des 1. und 2. Hauptsatzes von Clausius:

"Die Energie des Universums ist konstant, die Entropie des Universums strebt immer einem Maximum zu, der 1. Hauptsatz ist Energieerhaltungssatz und deshalb ein Symmetriegesetz. Der 2. ist kein Symmetriegesetz und er drückt ein Prinzip aus, das die Symmetrie des Weltalls sprengt, indem es eine bestimmte Richtung seiner Veränderung fordert."

 

Entropie wird allgemein mit Unordnung übersetzt. Es ist also nicht denkbar, dass ein geordnetes System wie eine waagrechte, massive, durch Ablagerung entstandene Steinschicht durch tektonischen Bruch derselben in lauter geordnete rechteckige Teile zerbricht. Eher darf man erwarten, dass sie sich wie eine Glasscheibe in völlig unregelmäßige „unordentliche“ Splitter zerlegt (genau das kann man am Dreifaltigsberg beobachten).

 

Den Nachweis des Gegenteils hat die Geologie bis heute nicht erbracht, denn Geologie ist wie die Archäologie und die Wirtschaftswissenschaften keine exakte Wissenschaft, die ihre Thesen durch experimentelle Anordnungen beweisen müsste/könnte. Die genannten Fakultäten bestehen lediglich aus Schulen, Lehren und Glaubensgemeinschaften.

 

Denkbar wäre jedoch auch eine experimentelle Beweisführung. Es ist jederzeit möglich, in einem Steinbruch geplante Detonationen durchzuführen, die in genauer Dosierung zu Brüchen der obersten beobachtbaren Stratigraphie führen und damit den natürlichen Zerfall von Gesteinsschichten simulieren können. Doch alles was Detonationen hinterlassen sind bekanntermaßen Trümmer ohne jede Ordnung!

 

Es ist schlicht keine tektonische Gewalt (Hebung, Senkung, Auffaltung, Erdbeben, etc.) vorstellbar, die regelmäßige Bruchmuster erzeugen könnte. Insbesondere keine, die auch noch Verzahnungen aufweisen, wie diese an der Mondpyramide gefundenen Sandsteinplatten, die in schräger Lage die Oberfläche der Mondpyramide bedecken.

Wie der innere Aufbau aussieht ist noch gar nicht klar. Eine Regelhaftigkeit der Oberfläche wurde schon festgestellt: in bestimmten Abständen treten die schrägen Schichten terrassenartig zurück, so dass sich nach Osmanagich´s Theorie ein Aufbau ähnlich südostasiatischer Stupas ergibt.

 

Neben der Mondpyramide war das größte der vier Monumente, die Sonnenpyramide natürlich im Fokus der Untersuchungen.

 

Das Erhellendste allerdings war dabei die Auffindung der Pyramidenkante, eine Steinmetzarbeit höchster Perfektion. Jetzt noch von Zufälligkeiten der Geologie zu reden grenzt an Dorftrotteligkeit hoch zwei.

 

Wie abstoßend die von europäischen Archäologen auf internationaler Ebene geäußerte, zutiefst hinterwäldlerische Innovationsfeindlichkeit auch wirken muss, so hat die UNESCO es dessen ungeachtet für richtig befunden, Osmanagich mit Geldern zu versorgen, die zum Bau eines Museums und touristischer Infrastruktur führten. Davon kann die deutsche Cairn-Forschung nur träumen. Die Missachtung, die uns begegnet, ist noch viel größer – man ignoriert und vollständig, von Seiten der Archäologen als auch der Presse. Armes Deutschland!

 

Unsere Forschung lebt allein von Spenden, die Normalverdiener sich aus den Rippen schneiden. Wir müssen uns beschränken auf die nächst erreichbaren Fundgebiete, dabei gibt es derzeit schon eine kaum noch zu überschauende Zahl von Stätten, Cairns, Stufenpyramiden, und Cairn-Felsnekropolen, die dringend ihrer wissenschaftlichen Erforschung harren. Wir rufen daher alle unerschrockenen Bürger auf, diese Forschung selbst in die Hand zu nehmen und, wann immer möglich, die Genehmigungen dafür einzuholen und die Stätten ihrer näheren Heimat zu erforschen. Als geologische Erkundungen werden sie am ehesten erlaubt, archäologische Grabungen sind unter dem derzeit gültigen Landesgesetz Privatforschern nahezu unmöglich gemacht worden, so goldgierig gerierte sich die vergangene CDU-Herrschaft.

 

(Die Bilder stammen zum Teil aus „Die Bosnischen Pyramiden“ und „The Bosnian Pyramid Valley“ von Gabriele Lukacs – www.european.pyramids.eu sowie von diversen Webseiten der bosnischen Pyramiden-Initiative)

 

 

 

Das Tunnelsystem unter den Drei Kaiserbergen

 

Auf ein ehemaliges Tunnelsystem unter dem Hohenstaufen machte mich Marc Laboranowitsch, Stuttgart aufmerksam. Auf wikisource.org findet man unter dem Stichwort „Hohenstaufen in Württemberg“ folgenden Text:

 

213. Hohenstaufen in Würtemberg.

(mündlich.)

 

„Vom Hohenstaufen, geht die sage, führen drei unterirdische gänge, nach Heldenberg, Rechberg und kloster Lorch. in der nähe liegt der Stuifen. eine schlucht, in welcher ein kleines wasser fliesst, heisst die Hundsklinge....“

Autor: Friedrich Panzer Titel: Hohenstaufen in Würtemberg Untertitel: aus: Bayerische Sagen und Bräuche Bd. 1, S. 196, Erscheinungsdatum: 1848.

Auf der Karte, die uns Wilfried Augustin, München freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat, sieht man den Heldenberg rechts unten in einer Distanz von ca. 9,3 km zum Hohenstaufen.

 

Die Distanz zu Lorch beträgt rund 6,4 km. Unterirdische Gänge sind in dieser Gegend mit nachweisbar vielen Kalksteinhöhlen nichts Ungewöhnliches. Die Zugänge in dieses hier beschriebene Stollensystem sind derzeit nicht bekannt. Sie gab es und sie könnten wieder entdeckt werden. Die heutigen Methoden zur Hohlraumdetektion können da durchaus weiterhelfen. Die Erdstallforschung findet die Eingänge zu diesen weit verbreiteten künstlichen Höhlen oft unter Häusern, vornehmlich freistehende, wie Bauernhöfe, Kirchen und Klöster, etc. Auch am Hohenstaufen steht nicht unweit von der Spielburg ein Bauernhof, den man zuerst ins Visier nehmen sollte.

 

Der alte Bericht ist insofern bedeutungsvoll, als auch unter den bosnischen Pyramiden ein umfangreiches und weitverzweigtes Stollensystem vorhanden ist. Orthodoxe Archäologen und Geologen halten sie für die Relikte mittelalterlichen Bergbaus. Der erhaltene „Ravne“-Gang, der etwas entfernt von den Pyramiden beginnt, liegt nach etwa 300 m unter Wasser, danach ist er wieder begehbar. Jedoch zweigen von ihm etwa alle 30 m Seitengänge ab, die zugemauert wurden. Ein jetzt geöffneter Seitengang scheint sich bis unter die Sonnenpyramide hinzuziehen. In den Gängen wurden seltsame Relikte gefunden. Die Tunneleingänge sind auf der Karte unten links und rechts des Flusses mit Pfeilen markiert.