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Die Grabkammern und -gänge

Jahrelang verweigerte man uns die Anerkennung der immer zahlreicher werdenden Funde mit der Begründung, dass ja keine Grabkammern wie in anderen Cairns Europas gefunden wurden. Seit 2000 jedoch stießen wir auf immer mehr megalithische Gänge, Portale, Ganggräber, Sarkophage, Steinkisten und Dolmen. Es dürften mittlerweile mehr als 20 Exemplare sein. Dazu noch jede Menge zerstörter Kammern in teilweise abgetragenen Cairns, von denen nur noch die Fundamentmauern erkennbar sind. Die Geschichte deutscher Cairns ist eine beispiellose Zerstörungsgeschichte. Es gibt Hinweise, dass schon in der Zeit des Baus erster christlicher Klöster im Land die alten Felsnekropolen als Steinbrüche zur Plünderung freigegeben wurden. Da die Ganggräber frei zugänglich waren, dürften sich die erwartbaren Funde sehr in Grenzen halten.

 

Wer sich schon mit megalithischen Cairns und Dolmen auskennt, findet daher die überzeugendsten Beweise unter Ganggräber (Dolmen), nämlich Grabgänge in Dolmenbauweise, die in Baden-Württemberg und Bayern entdeckt wurden und z. T. gut begehbar sind, sowie Sarkophage wie z. B. der unten abgebildete, der aus der Felswand herausgemeißelt und mit einer Trockenmauer abgegrenzt wurde, die Teil einer großen Terasse vor dieser Felswand ist (Steingrube bei Schmie/Maulbronn).

Lassen wir die Fakten sprechen, und die lassen sich nicht widerlegen, es gibt sie wirklich, so unglaublich das klingt. Der deutsche Wald, Ort zahlloser Mythen, der Märchenwald unserer Kindheit, verbirgt die phantastischen Funde aus uralter Zeit. Meist auf steilen Hügeln, hoch oben in den Abhängen errichtet, in den Fels hinein gebaut, einst schon von weiter Entfernung sichtbar, heute von dichten Wäldern komplett verborgen, warten diese gewaltigen Ruinen darauf, dass sich der Geist endlich auf sie konzentriert und nach Mitteln und Wegen sucht, sie in alter Herrlichkeit neu erstrahlen zu lassen.

 

Doch der Widerstand ist enorm. Geradezu übermächtig sind die Denkmuster, mit denen über Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg diese uralten Bauwerke betrachtet wurden, die genauso große Rätsel bieten wie die pharaonischen Pyramiden Ägyptens, insbesondere was die Bautechniken, den Einsatz von massenhaft benötigten Arbeitskräften aber auch die Suche nach Grabkammern betrifft.

 

Die Logik dieser eigenartigen Bestattungsform in Fels führt zu immer neuen Entdeckungen. Bisher wurde nur ein ganz grober Überblick gewonnen. Mancher „Schandfleck in der Landschaft“ wird sich wohl noch als ehrwürdiges Überbleibsel einer imposanten Hochkultur entpuppen!

Ziel und Zweck dieser Homepage

ist es, den Interessenten statt der auf viele einzelne Sites verteilten Informationen endlich eine kompetente Internet-Seite zur Verfügung zu stellen, in der umfassend über deutsche Stufenpyramiden und ihre Ganggräber berichtet werden kann. Wenn die Großsteingräber Norddeutschlands auf www.stonepages.de optimal präsentiert werden, dann die weitgehend unbekannten süddeutschen Megalithmonumente so gut es geht hier. Zum europäischen Vergleich bieten sich die Webseiten von The Megalithic Portal und www.stonepages.com an.

 

Doch nur hier finden Sie die Argumente, mit denen die wissenschaftliche Auseinandersetzung um Megalithmonumente in Süddeutschland geführt wird, die Berichte über den aktuellen Forschungsstand.

Die Webpräsenz gliedert sich in zwei Hauptteile – einem Katalog der Cairn-Vorkommen/Katalog der Fundstätten mit reichlich viel Bild- und Kartenmaterial und die Rubrik, in der es um die Beweisführung der Cairn-Forschung/Cairn-Studien und Analyse geht. Jedes Kapitel ist sicher interessant und wichtig. Auf der News/Forum-Seite geben wir gerne Antwort auf die Fragen der Leser. Hier soll die aktuelle Information Verbreitung finden.

 

Auf dieser Webseite finden sie all die Argumente versammelt, die bisher in keinem anderen Medium veröffentlicht wurden. Die hier vertretene Beweisführung kann weiterhin von der Fachwelt angezweifelt, mit fundierten Gegenargumenten widerlegt oder aber, worauf wir schon lange vergebens warten, durch eigene staatliche oder akademische Forschungen auch endlich verifiziert werden.

 

Deshalb ist vor allem der unvoreingenommene Fachmann angesprochen. Schön wäre es, wenn endlich der Professor einer entsprechenden Fakultät oder der Leiter einer Denkmalbehörde sich überzeugen ließe und die riesigen Chancen erkennen würde, die der Forschungsgegenstand bietet, einer, der die Sache endlich in die Hand nimmt, weil er die Qualifikation und die finanziellen Möglichkeiten dazu hat, mit den Studenten seiner Fachschaft kompetente Grabungen durchzuführen.

 

Wir, das ist der Entdecker selbst sowie seine Mitforscher von der Cairn-Forschungsgesellschaft, sind uns aber auch im Klaren, wie verhärtet die Fronten in 20 Jahren Auseinandersetzung inzwischen sind. Tatsache ist, dass die zuständigen Landesdenkmalämter sich von vornherein auf eine Grundannahme festgelegt haben und von dieser nicht mehr abweichen wollen. Alles, was für eine prähistorische Monumentalarchitektur in „Steinbrüchen“ spricht, wird ausgeblendet, alles was tatsächlich in dem langen Zeitraum nach Errichtung der Monumente irgendwann an tatsächlichen Steinbrucharbeiten stattfand, selektiv überbewertet. In Wirklichkeit haben die Archäologen der Landesdenkmalämter bis heute keine einzige Minute Forschungsarbeit in die Untersuchung der Baukörper, ihrer Konstruktionsweise, in die bauliche Kategorisierung der megalithischen Portale, Ganggräber und Kammern investiert. Es wäre ein Leichtes gewesen, selbst eine der zahlreichen gemeldeten Gänge archäologisch mit den modernsten zur Verfügung stehenden Mitteln zu untersuchen. Es fand einfach nicht statt. Von daher stellt sich die Frage, wie hoch eine gutachterliche Stellungnahme seitens der LDAs bezüglich der hier zu erläuternden Bauwerke überhaupt einzustufen ist. Ein monotones Mantra, das nur einen Satz kennt, mit Basta-Haltung vorgetragen: „Es handelt sich um Steinbrüche, Schluss der Diskussion“, kann ja wohl nicht der Weisheit letzter Schluss sein.

Wie konnten diese gewaltigen Megalith-Pyramiden

einfach übersehen werden?

Die Menschen anderer Länder Europas, sogar die Bewohner Norddeutschlands, sind es gewohnt, überall auf imposante Ruinen ihrer antiken bzw. jungsteinzeitlichen Vorfahren zu stoßen. Wir in Süddeutschland freuen uns gerade noch über Erdgrabhügel oder Schanzen der Kelten, deren Bau keine Steinverarbeitung voraussetzt. Ausgerechnet die Kelten, die doch Meister der Eisenverhüttung und -verarbeitung waren, sollen das harte Metall nicht zur Steinbearbeitung verwendet haben? Lediglich die gewaltigen Wehrmauern verraten, dass sie diese Technik doch beherrschten. Doch in welchem Umfang wirklich, wird erst jetzt nach der Entdeckung der Keltenpyramiden deutlich. Wer nicht an keltische Datierung glauben will, beschäftige sich mit dem Kapitel „Keltische Werkzeuge und ihre Datierung“ und „Celtica“ in der Rubrik Cairn-Forschung. Cairns wurden nicht nur in der Jungstein- und Bronzezeit ab etwa 3800 v. Chr. gebaut, sondern im Innern Frankreichs auch noch in der Eisenzeit bis etwa 500 v. Chr. (Cairn von Montioux bei Saint Soliere).

 

Jeder unbefangene Betrachter, der diesen monumentalen Bauwerken zum ersten Mal begegnet, glaubt, in einem profanen Steinbruch zu stehen und wundert sich vielleicht über die gewaltig großen Abraumhalden darin. Nur, wer schon mal einen normalen Industriesteinbruch gesehen hat, weiß, dass diese durchweg leer geräumt sind und meist keine störenden Abraumhalden im Abbaugebiet aufweisen. Aber auch wer das nicht weiß, ist meist erstaunt über die enorme Höhe und den außerordentlich großen Umfang dieser vermeintlichen Schuttberge, die völlig rätselhaft das ganze Areal des Steinbruchs zwischen den Felswänden in Beschlag nehmen.

 

Zudem erwarten den Besucher z. T. kolossale Stufen, die auf dem steilen Berghang unterhalb der „Steinbrüche“ errichtet wurden. Wir kennen Megalithmonumente mit drei, fünf oder sogar zehn Stufen, die sich zwischen 40 und 80 m Höhe erstrecken.

 

Wer nun diese angeblichen Halden genauer anschaut, stellt fest, dass sie zur Verblüffung gar nicht aus Schutt, sondern aus Mauerwerk bestehen, die Stufen sogar aus tonnenschweren Felsplatten. Es handelt sich in Wirklichkeit um die Überreste deutscher Pyramiden, um die Ruinen von vorgeschichtlichen Steingrabhügeln, die trocken gemauert die ersten und ältesten Steinarchitekturen Deutschlands darstellen. Dafür gibt es eindeutige Beweise, zahlreiche Indizien und archäologische Vergleiche in ganz Europa.

 

So verrückt es klingt, alte Steinbrüche und ihr architektonischer Inhalt sind offenbar die ältesten und imposantesten Überbleibsel einer prähistorischen Zivilisation hier mitten in Deutschland, Ruinen, die bis heute keiner wirklich zu deuten wusste und die deshalb so gut wie nicht erforscht sind.

 

Wir stehen hier vor den Relikten einer versunkenen Hochkultur, hier mitten im Zentrum des Kontinents, und keiner hat sie je bemerkt. Die Landesarchäologie glaubt nicht an die Entdeckung und verweigert die Erforschung. Doch die Menschen haben ein Recht, über diese Sensation informiert zu werden. Deshalb diese Homepage.

 

Tatsächlich brachten die privaten Forschungen der vergangenen Jahre überwältigende Beweise zutage, die hier vorgelegt werden. Die Fundlage wird ständig größer. Die Gewissheit, es hier tatsächlich mit einer überreichen Pyramidenkultur zu tun zu haben, basiert folglich auf langjährigen Forschungen, auf Ausgrabungen, die 1990 begannen und eine Fülle evaluierbarer archäologischer Relikte architektonischer Art zutage brachten.

 

Vieles, man ahnt nur wie viel Wertvolles, wurde nachweislich zerstört durch sehr viel spätere Steinbrucharbeiten, vor allem des 19. und 20. Jahrhunderts. Gewaltige Nekropolen, selbst ein Kaisergrab (Kaisergrub bei Karlsruhe-Grötzingen), hoch über dem Oberrheintal thronend, verschwanden unter den Mülldeponien des 20. Jh., aber noch immer gibt es unüberschaubar viele dieser uralten Steinbrüche. Dort an den steinernen Hügeln sind zum Glück noch immer die ordentlich gefügten und gemauerten Fassaden, prägnante Stufenund vorallem die Portaleund Dolmen geheimnisvollerGanggräber, die ins Innere der Bauwerke führen, zu besichtigen.

 

Diese können einschlägig bewanderte Bauhistoriker, Archäologen und Vorgeschichtsforscher jederzeit begutachten und mit gleichartigen aus dem umfangreichen Feld der west- und nordeuropäischen Megalithik vergleichen.

 

In ganz West- und Nordeuropa kennt man diese Grabhügel aus der Jungstein- und Bronzezeit. In Frankreich und Großbritannien nennt man solch einen Steingrabhügel Cairn, ein Wort aus dem keltischen Sprachsubstrat unseres Kontinents, das sich im deutschen Sprachraum, vor allem in Österreich, als Kärner/Karner, das Beinhaus der Toten, erhalten hat, ein etymologisch einwandfreier Beweis, dass Cairns im deutschsprachigen Raum in ihrer Funktion als Grabhaus seit Urzeiten bekannt waren.

 

Hier konnten also noch bis weit in erinnerliche Zeit die Skelette unserer Vorfahren besichtigt werden, bevor das Wissen allmählich verschwand, so gründlich, dass manch objektiv sich wähnender Wissenschaftler nur beim Lesen dieser Worte „grandiose versunkene Hochkultur in Deutschland“ lieber an lästige Scherzbolde glauben, als sein eh strapaziertes Hirn auf die grandiosen Möglichkeiten dieser neuen Entdeckung lenken möchte.

Historische Einordnung

Den Bewohnern der Mittelgebirge ist, im Gegensatz zu den Menschen Norddeutschlands, kaum bewusst, dass unsere Historie noch weit tiefer als die Römerzeit in eine bisher kaum verstandene Vorgeschichte zurückreicht, aus der uns diese gewaltigen Megalithmonumente erhalten sind, eine Epoche, die man eben wegen dieser tonnenschweren Bausteine als Megalithikum bezeichnet.

 

Cairns, so der archäologische Begriff für diese älteste Steinarchitektur, der im englischen und französischen Sprachraum verbreitet ist, wurden von ca. 3700 bis 500 v. Chr. gebaut, also von der Jungsteinzeit bis in die Eisenzeit der Kelten, ein gigantischer Zeitraum, der dringende Fragen bezüglich der Gültigkeit unserer orthodoxen Chronologie aufwirft.

 

Hier im Süden fehlten bislang derart riesige Hünengräber wie in der Norddeutschen Tiefebene, Zeugnisse einer autochthonen Hochkultur. Von diesen urzeitlichen, z. T. über 100 m langen Grabhäusern gab es einst über 10.000 Exemplare. Weit über die Norddeutsche Tiefebene gestreut bezeugen sie noch immer eine unglaubliche Dichte und Verbreitung dieser frühen Zivilisation. Aber weiter im Süden konnte man bisher recht wenige Exemplare dieser Grabgattung entdecken.

 

Man hat sie schlicht übersehen und, wie beschrieben, schon immer völlig falsch als „die alten Steinbrüche“ verstanden. Die jetzt entdeckten Nekropolen im Fels erweisen sich nun als das Terra X der Großsteinkultur, bieten aber auch Vergleichsmöglichkeiten zu den großen Hochkulturen der Menschheit.

 

Gegenwärtig haben Archäologie und Geschichtswissenschaft große Schwierigkeiten, die Megalithik Europas mit den Hochkulturen Nordafrikas und Vorderasiens in Verbindung zu bringen. Chronologische Differenzen, die durch die C14-Datierung entstanden und Jahrtausende umfassen, verbieten es, Zusammenhänge zu sehen. Doch die architektonischen Vergleiche lassen kulturelle Einflüsse über die Kontinente hinweg erkennen, was gerade dem Typus des föderalistisch konditionierten Provinz-Archäologen höchst suspekt erscheinen muss.

 

In Ägypten nämlich gibt es ein nahtloses Ineinanderübergehen von Steinbrüchen und pharaonischen, antiken und sogar noch neuzeitlichen Felsgräbern und Felsgrabanlagen. Der Vergleich der dazu nötigen Steinbearbeitungstechniken mit den hier verwendeten macht erst begreiflich, auf welch hoher zivilisatorischer Stufe unsere eigene Hochkultur nun anzusiedeln ist. Denn die Felswände, welche unsere Cairns umgeben, sind genauso mit Spitzmeißel und Scharriereisen gekämmt, wie die ägyptischen. Solche Kammmuster aber datiert man in Ägypten ausschließlich in pharaonische Zeit, also von 2800 v. Chr. bis in die Römerzeit.

 

Ein enormer Forschungsbedarf hat sich damit eröffnet. Man kann von einer ebenso großen Dichte an Megalithgräbern ausgehen wie im Norden, nur, die Stufenpyramiden hier sind oft größer und höher als alles, was man bisher aus den megalithischen Zonen Europas kennt. Bauwerkslängen von 250 und sogar 440 m schlagen alles bisher Bekannte in Europa. Meist hoch oben auf den Bergen, über den Flusstälern, immer am Rand der Hügelkuppen errichtet, wo sie einen hochherrschaftlichen Blick über die weiten Landschaften bieten, geben sie Zeugnis von der Macht und Herrlichkeit der dort einst Bestatteten.

Kulturkontakte zum pharaonischen Ägypten schon in der Keltenzeit

Es waren Stufenpyramiden, in denen die Kelten ihre letzte Heimstatt in der Anderswelt bezogen, die Rekonstruktionen französischer Archäologen brachten das zutage. Ganze Sippschaften wurden dort in einem Megalithgrab beerdigt, das gibt die Anzahl der Gänge und Kammern zu erkennen.

 

Noch im Mittelalter war die gebildetste Schicht neben dem Klerus, der Adel, über die Existenz dieser Stufenpyramiden informiert. Das beweist das Wappen der Ritter von Sternenfels aus dem Jahre 1496, auf dem eine dreistufige Pyramide sehr gut zu erkennen ist, in ihr die Iwaz- oder Eiben-Rune, der Weltenbaum. Bzgl. der Eibe sei erwähnt, dass bei Eibensbach auf dem Stromberg Ende 2008 eine große Nekropole mit erhaltenem Megalithgrab entdeckt wurde. Über der Pyramide thront der Siebenstern, der Stern der Druiden, dessen ganzes Geheimnis keiner mehr kennt. Walther Machalett fand heraus, dass der höchst eigenartige Böschungswinkel der Cheopspyramide (51° 50´) mithilfe des Siebensterns konstruiert wurde. Die Silhouette der Pyramide entsteht automatisch zwischen den zwei unteren Sternzacken, wie man im Logo ganz oben auf dem Startbild sehen kann.

Wie groß muss demnach die Bedeutung Sternenfels´ in dieser Kontinent-übergreifenden Geographie der Vorgeschichte gewesen sein? Welches Volk, welche Kultur pflegte überhaupt derart weltumspannende Wissenschaft zu betreiben? Die konventionelle Geschichte weiß uns darüber nichts zu berichten.

 

Das Wappen und die kultgeographischen Theorien Machaletts waren überhaupt der Schlüssel zur Entdeckung der ersten Pyramide bei Sternenfels, die Zwerchhälde, die genau auf dem Meridian der alteuropäischen Erdvermessung, auf der Achse des Weltenbaums liegt. Sternenfels war im Mittelalter Kreuzungspunkt wichtiger Reichsstraßen, die aber schon in römischer Zeit existierten und zur Versorgung der vorgelagerten Kastelle dienten. In Wirklichkeit muss hier ein großes keltisches Oppidum gelegen haben, eine weltbekannte Bergstadt, die auf der Ptolemäischen Weltkarte als "Sterenontium" nördlich des Abnobia-Gebirges, also des Schwarzwalds, eingetragen ist.

 

Wenn schon die Ritter von Sternenfels offenbar tradiertes Wissen über deutsche Pyramiden hatten, dann wohl auch die Zähringer, die bis in die Neuzeit die Markgrafen Badens stellten. Denn in ihrer Hauptstadt Karlsruhe wurde nach der Stadtgründung 1715 eine Pyramide mitten auf dem Marktplatz errichtet. Und das bislang größte Verbreitungsgebiet deutscher Stufenpyramiden findet man just östlich dieser Stadt, auf halber Strecke zwischen Rhein und Neckar, im Naturpark Stromberg-Heuchelberg, ein archäologisches Wunderland, das noch viele Geheimnisse birgt.

Private Cairn-Forschung im länderhoheitlichen Dilemma

Vorrangiges Ziel all unserer Anstrengungen kann es nur sein, dass diese Monumente unserer Vorgeschichte endlich Anerkennung finden. Tatsache ist, dass eine archäologische Entdeckung von derart epochaler Tragweite es sehr schwer hat, von den akademischen Kreisen in den betreffenden Bundesländern anerkannt zu werden, vor allem, da sie von einem Außenseiter des Wissenschaftsbetriebs gemacht wurde, und denen verweigert man gerne die Anerkennung, kompetent zu sein.

 

Tatsache ist, dass es in Deutschland, anders als in Frankreich, Großbritannien, Irland etc., keine staatliche Cairn-Forschung gibt. In den nördlichen Bundesländern beschäftigt man sich zwar mit speziellen megalithischen Hinterlassenschaften, den Hünengräbern und Dolmen, aber deren Landesdenkmalämter sind nicht für den Süden zuständig.

 

Der Entdecker lief daher immer nur gegen hermetisch geschlossene Türen. Über Jahre hinweg wurde versucht, durch direkte Ansprache die Fachwelt auf das Thema aufmerksam zu machen. Durch Veröffentlichungen in Publikationen, die keine Fachzeitschriften sind (eine andere Möglichkeit gab es nicht, da die archäologischen Periodika sich weigerten, Bericht zu erstatten), sowie durch Internet-Artikel und Homepages wurde die Öffentlichkeit gesucht. Ein Durchbruch blieb aus.

 

In der Diskussion stellen wir immer wieder fest, dass die angesprochenen Experten in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen überhaupt nicht mit unseren Argumenten, Beweisen und Indikatoren vertraut sind, sich also nicht einmal die Mühe gemacht haben, das Buch über die Entdeckungen, das man ihnen großzügig überlassen hat, zu lesen und sich Hintergrundwissen zu verschaffen. So begegnen sie uns oft genug wie uninformierte Laien, die sich im Fachgebiet Megalithik gerade so auskennen. Nun, da sich jeder das Wissen hier verschaffen kann, kann sich auch keiner mehr herausreden.

 

Die Meinung eines Entdeckers erscheint einem außen stehenden Betrachter immer erst einmal subjektiv. Sie wird dann objektiviert, wenn sie für alle nachvollziehbar argumentiert, wenn die vertretenen Überzeugungen durch objektive Untersuchungen und Vergleiche zustande kamen, sowie Argumente und Gegenargumente auf ihre Stichhaltigkeit geprüft wurden. Jeder, der sich hier informieren will, kann diese Argumente nachvollziehen, die Beweisführungen prüfen, die Vergleiche ziehen und damit zu seinen eigenen Schlussfolgerungen gelangen.

 

Wer sich in die fachliche Diskussion begibt, sollte aber ein Mindestmaß an einschlägigem Wissen besitzen und nicht unreflektierte Meinungen wiedergeben, die meist auf dem Niveau von dörflichem Geschwätz sich bewegen und seit den ersten oberflächlichen Gutachten der Landesdenkmalpfleger im Umlauf sind, die sich meist mangels besseren Wissens darauf beziehen.

Archäologische Evidenz wird mit dummen Floskeln gekontert

Primitivstes aber zählebigstes Argument: Es handele sich um Abraumhalden, die einst aus nicht nachvollziehbaren Gründen ummauert wurden, so dass sie megalithischen Cairns zum Verwechseln ähnlich sehen. Zufälligerweise wurden sie dann noch - im Nachhinein (!) - mit denselben Gängen ausgestattet, die man typischerweise in der Megalithik Nord-, Nordwest- und West-Europas kennt. Das wäre nun wirklich mehr als nur Zufall. Solche Koinzidenzien gibt es nicht. Trotzdem behauptet die von ländlicher Fama konditionierte Landesarchäologie, diese eindeutig megalithischen Gänge seien nichts anderes als Bierkeller und Pulverkammern der Steinbrecher unter aufgehäuftem Abraum.

 

Dass hier Abraumhalden ummauert worden seien ist nun eine Behauptung, die der Entdecker schon zu Anfang der 90er Jahre widerlegte, und deren stereotype Wiederholung er deshalb als persönliche Beleidigung auffasst, denn damit wird das Ergebnis seiner jahrelangen Ausgrabungen unter widrigsten Umständen nicht nur einfach ignoriert, sondern seine uneigennützige und aufopferungsvolle Arbeit herabgewürdigt. Tatsache ist, dass historisch keine einzige ummauerte Abraumhalde im Bergbau nachweisbar ist. Im Gegenteil: die wild verstreuten Schuttmassen antiker Bergwerke mit ihren Schwermetallanteilen belasten heute noch die Umwelt. Eine derart sinnlose Tätigkeit, wie das Ummauern einer im Wachsen begriffenen Schutthalde hätten nicht einmal antike Sklaven auf sich genommen.

 

Die Feldforschung in zugewachsenen „Steinbrüchen“ ist alles andere als angenehm und nimmt wohl keiner gerne auf sich. Oft genug ist allein schon die Begehung des Areals eine Plage, wenn Dorngestrüpp, dicht stehendes Kleingehölz und Buschwerk das Vorwärtskommen hindert. Und dennoch muss ein Überblick über das Gelände gewonnen, steile Cairns bestiegen und in tiefe Schluchten hinabgestiegen werden. Immer wieder trifft man auf haushoch zugemülltes Gelände, obwohl sich hier in den letzten Jahren viel getan hat.

Der Ausgräber musste über die Jahre hinweg ganz allein reihenweise kreuz und quer liegende Bruchbäume mit dem Beil fällen und aus dem Steinbruch ziehen, um überhaupt einen Gesamteindruck des Grabungsgeländes zu bekommen, im tiefgefrorenen Januarboden mit dem Pickel Wurzelstrünke beseitigen, damit die Mauern freigelegt werden konnten, und dazu die ganze Zeit ohne fremde Hilfe Tonnen von Material, vor allem Lehm und Bausteine, mit zwei Eimern links und rechts und der reinen Muskelkraft vom Grabungsgebiet wegschaffen. Zu alldem kamen bergrutschartig in Bewegung gekommene Geröllmassen auf den zuvor mühsam freigelegten Mauerpartien, die wieder beseitigt werden mussten, und das alles in zeckenverseuchtem Unterholz, deren Krankheitserreger wohl auch für die chronischen Glieder- und Kopfschmerzen des Entdeckers verantwortlich sein dürften.

 

Das waren die Strapazen, die knochenharte Arbeit hinter gemütlich zu betrachtenden Dokumentationsbildern, die eindeutig beweisen, was jeder vernünftige Mensch schon beim Anblick der steil aufragenden Steinhügel intuitiv erfasst. Hier stehen stabile Monumente und keine Schutthalden!

 

Dass diese unwiderlegbaren Beweise immer noch von den Verantwortlichen in den Landesdenkmalämtern einfach ignoriert werden ist daher eine an Schäbigkeit nicht zu überbietende Infamie.

 

Die Grabungen des Entdeckers erbrachten eindeutig massives Mauerwerk und wiederum Mauerwerk hinter diesem, also keinerlei Schutt. Was als Schutt interpretiert wird, ist in Wirklichkeit nur der Humus der Jahrtausende und das Geröll der erodierten Bausteine aus Sandstein, das sich ausschließlich auf und nicht in den Baukörpern abgelagert hat. In den Kapiteln über die Cairns und die Ganggräber, Rubrik Cairn-Forschung, wird noch detaillierter auf die Grabungsergebnisse eingegangen.

 

Nach Vorträgen hört man in der manchmal von amtstreuen Personen kontrovers geführten Diskussion die Meinung: Die Frage, ob es hier derartige Monumente gibt, sei ein Glaubenskampf. Doch mit Glauben hat die Forschung am allerwenigsten zu tun. Wer das behauptet, kennt sich einfach nicht aus, hat noch nie einen Cairn gesehen, kein megalithisches Ganggrab betreten, will sich auch einfach nicht die Mühe machen, die Argumente zu prüfen, die Vergleiche mittels Fachliteratur oder Internet-Seiten anzustellen. Jeder kann sich einen Überblick verschaffen, was echte Steinbrüche ausmacht und darüber nachdenken, wie die hier vorgestellten Felsausbrüche mit ihren enorm großen Bauwerken logisch erklärt werden können.

 

Die Landesarchäologie Baden-Württembergs hat es sich also viel zu einfach gemacht und bis heute nicht für nötig befunden, den Hälden und ihren Grabgängen selbst auf den Grund zu gehen und nach Artefakten der versunkenen Hochkultur zu suchen. Höchst schade, nicht nachvollziehbar und eigentlich eine Kulturschande gerade für die Schwaben, die sich als Land der Denker und Dichter rühmen und stolz auf ihre Wissenschaftsgeschichte sind.

 

Man könnte das Ganze als eine Provinzposse abtun, als ein dem föderalen Kultur-Provinzialismus geschuldetem Ärgernis, denn südwestdeutsche Landesarchäologie versteht sich vornehmlich als provinzialrömisch orientiert. Der Landeskonservator selbst hat sich auf die Kelten bzw. Eisenzeit kapriziert und dort auch Beachtliches geleistet, aber an megalithische Bauten im Land glaubt im Stuttgarter Amt niemand. Megalithen gehören in den Norden, doch nicht in den Süden. Es wurde bisher ja noch nie etwas entdeckt. Wohl deshalb fiel es dem Amt bisher so schwer, sich aus dieser provinziellen Sichtweise zu lösen und den Blick auf einen völlig neuen Horizont zu öffnen.

 

Perspektiven

Unter diesem fortschrittshinderlichen Aspekt betrachtet wünscht man sich für das länderübergreifende Forschungsprojekt „Deutsche Megalith-Pyramiden“, dass endlich die länderhoheitlichen Schranken in der Archäologie niedergerissen werden, damit der Blick für die großen Zusammenhänge endlich klarer wird. Ein Bundesministerium für National-Archäologie könnte die Koordination zwischen den Ländern optimal organisieren und selber initiativ werden. Das eigenbrötlerische Vor-sich-hin-Wursteln in den Ländern wäre damit endlich beendet.

Denn Fachleute aus den nördlichen und östlichen Bundesländern, in denen megalithische Gräber bekannt sind und schon seit langem erforscht werden, haben nicht diese Schwierigkeiten, die uralten Monumente als solche zu erkennen. Man unterstützt den Entdecker mit positiven Gutachten in seinem Forscherdrang, z. B. Dr. Ziermann vom Amt für Kultur und Archäologie in Stade/Niedersachsen, dessen Doktorarbeit alle bedeutenden Megalithgräber Europas behandelt und der daher die südwestdeutschen Megalith-Gänge beurteilen kann.

Hier auf dieser Homepage kann jeder Interessierte und vielleicht auch schon über die Entdeckungen Informierte Sachargumente für die wissenschaftliche Diskussion finden, es können aber auch, was wir kaum noch zu hoffen wagen, unvoreingenommene Wissenschaftler die dokumentieren Resultate der privaten Forschung kennen lernen, denn wir glauben, dass es auch in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen noch Archäologen gibt, die nicht dem Wahn päpstlicher Unfehlbarkeit verfallen sind. Nehmen Sie sich die Zeit und arbeiten Sie sich gründlich und gewissenhaft in die Materie ein.

Wir hoffen, dass Sie durch die dargelegte Fülle an Argumenten und Beweisen Anregung finden und sich Ihr eigenes Bild vor Ort machen wollen, und wir erwarten, dass endlich auch eine Annäherung von Seiten des Landesdenkmalamts Baden-Württemberg stattfindet. Denn soviel haben wir im Laufe von nun bald 20 Jahren mühsamer Forschungsarbeit gelernt: Wenn der Staat nicht seine Verantwortung erkennt und annimmt, hat selbst eine Jahrtausend-Entdeckung wie diese keine Chance, jemals zu einer konsequenten, sachgerechten und gründlichen Erforschung zu gelangen. Diese Chance haben die Relikte unserer eigenen Hochkultur wahrlich und uneingeschränkt verdient.

Wir freuen uns über jeden, der die intellektuelle Herausforderung annimmt und sich auf eine faire wissenschaftliche Diskussion mit uns einlässt.

 

 

K. Walter Haug, Cairn-Forschungsgesellschaft

Zuletzt geändert: 18.10.2009, 13:25:29