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Warum wird die Existenz europäischer Cairns und Stufenpyramiden

in Deutschland offiziell nicht anerkannt?

Von der Allmacht staatlicher Archäologie in einer Demokratie

Um es kurz zu sagen, die Gutachten des Landesamts für Denkmalpflege Baden-Württemberg sind gänzlich unbegründet, unhaltbar, verantwortungslos und in höchstem Maße ärgerlich, da sie eine Kompetenz vorgaukeln, die dort nicht im Mindestmaß vorhanden ist. Bis heute wendet es nicht die Kriterien zur Unterscheidung regulärer Steinbrüche und uralter Cairn-Felsnekropolen an, welche die Cairn-Forschungsgesellschaft im Laufe mehrerer Jahrzehnte durch weitreichende Feldforschung und penible Recherchen erarbeitet hat:

 

http://www.megalith-pyramiden.de/AB-006-A-Fels-Nekropolen.html

 

http://www.megalith-pyramiden.de/AB-005-A-Felswaende.html#Tabelle1%7Ctable

 

http://www.megalith-pyramiden.de/AB-004-A-Steinbrueche.html#Tabelle1%7Ctable .

 

Wir können nur jedem abraten, sich in Fragen der Cairn-Forschung auf Aussagen des LAD-BW zu verlassen. Es hatte zu Beginn der Entdeckungen 1990 keine Ahnung von der umfangreichen wissenschaftlichen Materie und hat bis heute absolut nichts unternommen, um sich diese Kompetenz in diesem speziellen Forschungsgebiet zu erarbeiten.

 

Die Anerkennung der Existenz europäischer Cairns und Stufenpyramiden auch in Deutschland wurde in die Hand von Leuten gelegt, Beamten des LAD, die eine Schutthalde nicht von einem prähistorischen Bauwerk unterscheiden können. Diese Grundfrage wurde vom Amt bis heute noch nicht auf wissenschaftlich überzeugende Weise entschieden, obwohl unsere Privatforschung eine unüberschaubare Zahl entdeckter Monumente, Ganggräber in Dolmenbauweise, selbst Sarkophage und v.a. umfangreiche Rechercheergebnisse geliefert hat, die ihm auf dieser Homepage jederzeit zur Verfügung stehen.

 

Grundsätzlich sieht das LAD seine Aufgaben so verfasst (Schreiben Dr. Wielands vom 28.6.2000):

 

„Die vordringlichste Aufgabe der archäologischen Denkmalpflege ist der Schutz und die Erhaltung der Objekte. Grabungen können wir nur als letzte Konsequenz durchführen (auch haben wir hierzu nur einen äußerst beschränkten Etat), wenn ein Objekt von Zerstörung bedroht ist, so wie ich das momentan in drei Fällen habe. Und die Hälden im Kraichgau gehören in dieser Hinsicht sicher nicht zu den bedrohten Objekten.“

 

Das Amt traut sich aber auch nicht zu, objektive Kriterien zu nennen, unter denen es bereit wäre, unsere Cairns anzuerkennen, da ihm die fachliche Kompetenz fehlt. Das ist das größte Ärgernis überhaupt, weil immerzu getan wird, als ob es diese Fähigkeit doch hätte. Ein Eingeständnis eigener Unfähigkeit und Unkenntnis kommt dort überhaupt nicht in Frage.

 

Wenn ein seriöser Reporter das seriöse Landesamt für Denkmalpflege, Baden-Württemberg fragt, ob der Walter Haug denn recht hat mit seinen sensationellen Entdeckungen, erhält er dort stattdessen unreflektierte Auskünfte wie folgt:

 

„...handelt es sich nicht um Megalithmonumente … sondern umÜberbleibsel neuzeitlicher Steinbruchbetriebe, die teilweise noch im 19. und frühen 20. Jahrhundert in Betrieb waren“ (http://www.bruchsal.org/story/doch-keine-megalithmonumente, 23.9.2010) oder

 

„...umfangreiche Überreste des Werksteinbruchbetriebs im Kraichgau...“ (Schreiben des zuständigen Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft vom 10.4. 2014) oder

 

„...Steinbruch..., aus dem größere Blöcke gebrochen wurden und der kleinstückige Abfall einigermaßen ordentlich aufgeschichtet wurde“ (Dr. Biel, Landeskonservator vom 23.11.1992).

 

Man stelle sich vor, bis in 20 m Höhe und mehr, so hoch reichen die Trockenmauern aus soliden Sandsteinblöcken und -platten der Zwerchhälde von Sternenfels. Der ganze „aufgeschichtete Abfall“, amtlicherseits auch als „ummauerte Abraumhalde“ bezeichnet, hat ein Volumen von min. 140.000 Tonnen und ist steiler als die Cheopspyramide. Mit welch lächerlichen Worten man einen Bauwerks-Giganten beschreibt, der einem schon beim bloßen Anblick umwirft, das hat schon etwas Verantwortungsloses.

 

Als ob hart arbeitende Steinbrucharbeiter Zeit gehabt hätten, den unhandlichen Abraum auch noch zu Mauern aufzuschichten, angeblicher Abraum, der vom Volumen größer ist, als der Fels überhaupt hergab. Der Steinbruchbetreiber kann überhaupt keinen Stein verkauft haben. Alles wurde zum Aufbau dieser gigantischen „Halde“ verwendet, wie sogar ein ehrenamtlicher Mitarbeiter des LAD meint, unter Verwendung von Material aus anderen Steinbrüchen. Ein Landschaftsgärtner konnte sogar die Steinbrüche nennen, aus denen dieses zusätzliche Baumaterial stammen muss: Ochsenbach, Mühlbach und Gündelbach.

 

Gegenargumente wie sie auf http://www.bruchsal.org/story/megalithmonumente-bw-vs-landesamt-für-denkmalspflege veröffentlicht sind, werden vom Amt einfach nicht zur Kenntnis genommen. Dabei hat das LAD keine einzige Minute in Grabungsarbeit investiert, unser Forschungsverein dagegen arbeitet seit 1990, also nun schon 24 Jahre an der Freilegung dieser Bauwerke und ihrer Grabgänge und -kammern und an den historischen und prähistorischen Recherchen. Wie kann es sich dann erdreisten, Gutachten von der hohen Kanzel herab loszulassen über eine Materie, mit der es sich noch nie ernsthaft auseinander gesetzt hat?

 

 

Man stelle sich das im normalen Forschungsbetrieb vor. Ein staatliches Forschungsinstitut beurteilt die Forschungsergebnisse eines privaten, ohne dass es sich je adäquat mit dem Forschungsthema beschäftigt hätte. Das Gutachten wäre keinen Pfifferling wert. Aber unseren hohen Herren glaubt man jeden Unsinn.

 

Leider leben wir in einer schizophrenen Welt, in der ein spezieller Forschungsbereich unter den zahllosen freien Wissenschaften dieser Welt, die Archäologie, willkürlich unter staatliche Verwaltung gestellt wurde. Es darf keine private Konkurrenz geben, jedenfalls keine, die dem hohen wissenschaftlichen Niveau der staatlichen Archäologie auch nur annähernd nahe käme. Zugelassen sind private Forschungsvereine, aber allen ist es untersagt, archäologische Grabungen durchzuführen.

 

Wie anachronistisch die Landesarchäologie als Institution und Staatsmonopol im 3. Jahrtausend ist, erkennt man durch den Vergleich. Alle Forschungsrichtungen außer der Archäologie gibt es sowohl an staatlichen Einrichtungen als auch in privaten Forschungsinstituten. Kein staatlicher Forscher käme auf die Idee, die Kompetenz privater Konkurrenten in Zweifel zu ziehen, da sich beide am Erfolg messen müssen.

 

In allen anderen Wissenschaften werden aufgrund der ständigen Konkurrenz fortlaufend Fortschritte gemacht, nicht so in der Archäologie. Hier herrscht eine rigide Innovationsfeindlichkeit. Das bekam auch der Entdecker bosnischer Pyramiden zu spüren, der mit genau so wissenschaftlich gängigen Methoden arbeitet wie wir, aber von einer Riege europäischer Forscher als Spinner abqualifiziert wurde.

 

Privatforschern im archäologischen Bereich, wozu neben der Cairn-Forschung auch die Archäoastronomie gehört, unterliegen in den Bundesländern strikten Restriktionen, die es ihnen speziell in der Cairn-Forschung unmöglich machen, gezielt zu forschen. Aus Angst, die Ausgräber könnten Fundgut unterschlagen, bedürfen archäologische Grabungen der Genehmigung durch das zuständige Landesdenkmalsamt. Die werden niemals an private Forscher erteilt. Werden Grabungen illegal durchgeführt, ist dies ein Kriminaldelikt und die Funde müssen nicht anerkannt werden, da sie ja untergeschoben sein könnten.

 

Wo gibt es das in den freien Wissenschaften, dass staatliche Institute private bei ihren Forschungen behindern oder diese sogar unmöglich machen?

 

Auch haben die staatlichen Archäologen ein Deutungsmonopol über alles was Privatforscher an Funden und Erkenntnissen zutage bringen. Wenn es nicht in das konventionelle Geschichts- und Chronologie-Schema passt, wird es grundsätzlich verworfen, so unsere Erfahrung.

 

Man stelle sich das bei jeder anderen Wissenschaft vor. Absolut unmöglich.

 

Aber die staatliche Archäologie zeigt tatsächlich heute noch im 21. Jahrhundert höchst feudalistische Züge. Wie die Fürsten vordemokratischer Zeiten können die Archäologen auf ihr staatliches Monopol pochen und brauchen keine Götter neben sich zu dulden. Es gibt absolut keine Konkurrenz in ihrem Forschungsbereich. Sie können fuhrwerken, wie es ihnen beliebt, unbequeme und ihr antiquiertes Weltbild gefährdende Befunde können einfach ignoriert und die hart arbeitenden Privatforscher anstandslos blamiert werden, was sie sehr gerne und mit Wonne tun. Welch unumschränkte Macht gibt es so noch irgendwo in der Demokratie? Jeder, der einmal im Leben ein kleiner König sein will, darf neidisch sein.

 

Dieser mehr als ärgerliche Missstand hat ursächlich mit den Ursprüngen der Archäologie zu tun. Denn diese war anfänglich tatsächlich nichts als Schatzgräberei, und natürlich wollte die Spitze des jeweiligen Kleinstaates, der Kurfürst, Markgraf u.s.w., alle möglichen Schatzfunde ganz allein für sich haben. Von daher stammt das heutige Monopol.

 

Man fragt sich, ob ein Staat es heutzutage überhaupt noch nötig hat, auf Schatzfunde zur Finanzierung seines Haushalts angewiesen zu sein, da doch die Staatsfinanzierung durch Kredite und diese wiederum durch das Drucken von Geld zustande kommt. Warum ist das LAD-BW beim Finanz-Ministerium angesiedelt und nicht beim Kultusministerium oder beim Forschungsministerium wie in anderen Bundesländern, wo es vom Fachlichen hingehört?

 

Könnte man den Privatforschern nicht grundsätzlich erlauben, ihre durch harte Arbeit zutage gebrachten Funde zu behalten? Unterwasser-Archäologen, die viel Geld in ihre Suche stecken, dürfen das auch. Ein Vorkaufsrecht des Staats für gefundene Artefakte wäre denkbar.

 

Natürlich muss verhindert werden, dass nun völlig unqualifizierte Raubgräberei sich an historischen Relikten vergreift und diese aufgrund fehlenden Sachverstands zerstört. Deshalb müssten die archäologischen Forschungsvereine und Institute lizenziert sein und Mindeststandards der Dokumentation erfüllen. Nur so kann es überhaupt ermöglicht werden, die unüberschaubar große Zahl der im Laufe von 2 ½ Jahrzehnten gefundenen Cairns und Stufenpyramiden zu erforschen. Das LAD ist lt. eigener Aussage total unterbesetzt und mit den jetzigen konventionellen Funden schon völlig überfordert.

 

Auch im Hinblick auf die föderale Organisation der Landes-Archäologien ergeben sich gravierende Missstände. Landesämter brauchen Forschungen benachbarter Bundesländer nicht in ihr Kalkül ziehen. Wenn das derzeit leider immer noch gängige Geschichtsbild behauptet, dass Megalithgräber nur in norddeutschen Ländern zu finden seien, so können sich die südlichen Bundesländer auf diesen überholten Standpunkt stützen und solche Funde in ihrem Hoheitsbereich einfach ignorieren. Sie brauchen nicht auf das Urteil von Experten anderer Länder hören oder diese zu Rate ziehen, wenn die Fundlage archäologische Vergleiche über Ländergrenzen hinweg erfordert.

 

Was soll diese ganze Kleinstaaterei im 3. Jahrtausend überhaupt noch? Wäre ein bundesweites Amt für Archäologie nicht schon lange überfällig? Durch den Austausch badischer Archäologen mit Megalith-Spezialisten nördlicher Länder wäre es nie zu diesem gravierenden Fehlurteil gekommen, unter dem die Cairn-Forschung bis heute leiden muss.

 

Eine kurze Chronologie der Cairn-Forschung auf privater und staatlicher Seite:

 

Seit Beginn 1990 der Diskussion wird behauptet, es handle sich um „ummauerte Schutthalden“,obwohl die Montan-Archäologie solche nicht kennt. Kein Steinbruchbetreiber hat einen Grund, seine Schutthalde zu ummauern, warum sollte er das? Das Steinebrechen war schon mühselig und aufwändig genug, warum also die Arbeitszeit der Leute für so etwas völlig sinnloses opfern? Aber solche praktischen Überlegungen sind nicht die Stärke von Akademikern, deren Intelligenz sich offenbar nur im Aneignen und Anwenden konservativen und nie hinterfragten Schulwissens erschöpft.

 

Zu Beginn hatten wir nur so riesige Bauwerke wie die Zwerchhälde von Sternenfels mit ihren mehr als 20 m Höhe und den deutlich sichtbaren Mauern an der Basis.

 

Dr. Biel erklärte mit Schreiben vom 13.1.1993, dass er sich „hier (in Fragen von Steinbrüchen, d.V.) nicht sehr kompetent fühle“, weshalb er einen Mittelalter-Experte Dr. Lutz einschaltete, aber auch der konnte nichts dazu sagen. Er fühle sich meinen „weltsumspannenden historischen Höhenflügen nicht gewachsen“. Nur „ein Polyhistor im guten alten Sinne komme als kompetenter Gesprächspartner in Frage“ (23.2.1993).

 

Dr. Biel schickte mir einige alte Katasterkarten aus dem frühen 19. Jh., auf denen die Umrisse der Steinbrüche noch nicht eingezeichnet sind. Damit klärt sich die Frage, wieso man amtlicherseits stets behauptet, dass es sich bei den offensichtlich uralten Steinbrüchen um moderne handeln würde und bei den klar erkennbaren Cairns um Abraumhalden. Im Frühjahr 2014 traf ich mich mit dem ehrenamtlichen Mitarbeiter des Landesdenkmalamts Martin Kößler in Großvillar. Der erzählte mir, dass Prof. Biel die alten Flurkarten Sternenfels´ als schlagkräftigsten Beweis erachte, an den er auch selber glaube. Auf diesen sei der „Steinbruch“ der Zwerchhälde nicht eingezeichnet. Nun kannte ich diese Karten bereits. Bürgermeister Wagner überreichte mir schon Anfang der 90er Jahre Kopien davon. Man kennt verschiedene Exemplare, von denen das älteste meiner Erinnerung nach in das Jahr 1832 zurückreicht. Auch Karl Heidinger aus Sachsenheim, Mitglied des dortigen Heimatvereins, hat sich mit diesem Thema auseinandergesetzt und stieß ebenfalls auf diese Merkwürdigkeit.

 

Nun sind Flurkarten keine topografischen und müssen nicht die Anforderungen erfüllen, die an diese gestellt werden. Nur auf topografischen Karten sind im allgemeinen die Steinbrüche eingezeichnet. Aber nicht alle. Selbst auf Karten im Maßstab 1 : 25.000 findet man heutzutage die Zwerchhälde nicht. Davon kann sich jeder selbst überzeugen. Ich konnte die Zwerchhälde nur per Zufall auf der „offiziellen Karte des Naturparkvereins: Naturpark Stromberg-Heuchelberg“ ! : 50.000 finden und zwar mit einem grafischen Kürzel, das eher auf einen keltischen Grabhügel schließen lässt, als auf einen „Steinbruch“.

 

Von solcher Art ist also die Qualität moderner Topografischer Karten. Was will man dann von Karten erwarten, die älter als ein ganzes Jahrhundert und, was ausschlaggebend ist, gar keine topografischen Karten sind?

 

Flurkarten müssen, auch heutzutage, nur die exakte Position von Grenzsteinen beinhalten. Zu mehr Arbeit sind die Landvermesser nicht verpflichtet, und waren es ganz gewiss auch nicht im 19. Jahrhundert. Für zusätzliche Arbeit wurden sie nicht bezaht. Diese alten Flurkarten wurden zudem zu einer Zeit erstellt, als noch die alten badischen und württembergischen Maßeinheiten galten.

 

Zu den zwischen 1810/1829 bis 1872 verwendeten Maßeinheiten gehörte lt. Wikipedia z. B. der Zoll (3 cm), der Fuß (30 cm) und die Elle (60 cm). Das metrische System wurde in Baden erst zum 1. Januar 1872 eingeführt, also lange nachdem die Karten erstellt wurden, auf die sich Dr. Biel und sein Amt verlässt. Man war zu dieser Zeit nicht einmal an der korrekten Vermessung des Landes interessiert, sondern nur an möglichst großen Steuereinnahmen.

 

Das führte dazu, dass man das Land nicht nach der korrekten Fläche, wie man sie auf Karten eingezeichnet hat, besteuerte, sondern nach den realen Strecken. Wenn sich ein Grundstück also den Hang hinauf erstreckte, dann war es größer als auf der Flächenkarte eingezeichnet und brachte mehr Steuern. Darunter mussten vor allem die Schwarzwaldbauern, aber überhaupt die Bewohner im Hügelland leiden. Soviel zu den schwachen Fakten, die die Entstehung der Zwerchhälde als „neuzeitlichen Steinbruch“ beweisen sollen.

Der erste Vertreter des Amts, der die Zwerchhälde begutachtete, war Dr. Schallmayer von der Außenstelle Karlsruhe, dessen einzige Stellungnahme mündlich vor Ort erfolgte und die Idee beinhaltete, bei den Mauern könne es sich um die Stufen eines Weinbergs in einem Steinbruch (?) handeln.

 

Immer wieder weiß ich die Amtsvertreter darauf hin, dass die Mauern zwiebelschalenförmig hintereinander gesetzt sind, ganz typisch für die Bauweise bretonischer und schottischer Cairns. Dieser Beweis genügte dem LAD nicht für die Anerkennung als Bauwerk, wir müssten die dazugehörigen Grabkammern bzw. -gänge liefern.

Das schafften wir 1999 mit den vier Gangportalen in Maulbronn-Schmie und ein Jahr später mit der Megalith-Kammer von Kürnbach. Weitere folgten.

 

Doch auch das reichte den Amtsvertretern, in Karlsruhe jetzt Dr. Wieland als Nachfolger Dr. Behrends, nicht. Wir müssten nun auch datierbares Fundgut in den Kammern vorweisen.

 

Doch das Landesgesetz verbietet Nicht-Archäologen die Grabung danach. Wenn wir dies illegal täten, hätten wir Strafe zu befürchten und evtl. Funde würden nicht anerkannt, da sie untergeschoben sein könnten. Die „ungenehmigte Ausgrabung“ in Kürnbach wurde von Dr. Biel augenblicklich verboten (18.5.2000).

 

Immer wieder baten wir die Behörde, uns dem Amt vertrauenswürdige Personen, ehrenamtliche Mitarbeiter des LAD zur Seite zu stellen und unsere Forschungen auch bei den genehmigenden Gemeinden zu unterstützen.

 

Stattdessen wurden wir abgewimmelt, Schreiben nicht beantwortet, einfach nicht Ernst genommen.

Da die Amtsvertreter offenbar nicht einmal das Minimum an Kenntnissen über Cairn-Architektur besitzen, schalteten wir im Jahr 2000 die deutsche Koryphäe jungstein- und bronzezeitlicher Grabarchitektur, Dr. Ziermann, damals Archäologe am Amt für Archäologie und Kultur in Stade/Niedersachsen, ein und baten ihn um eine Begutachtung der gefundenen Gangportale. Er sah anhand der Fotos sofort Forschungsbedarf. Das wurde auch unseren Beamten mitgeteilt, doch die sahen das anders. Wiederum wurde abgewimmelt.

Dr. Ziermann forderte damals, dass ein Grabungsschnitt durch einen der Cairns gezogen werden müsste, um ein für alle Mal festzustellen, ob hinter den Fassadenmauern sich Schüttgut befindet, wie ohne jeden Beweis vom Amt ständig behauptet wird, oder aber systematisch gesetztes Mauerwerk.

 

Dr. Biel lehnte den Vorschlag ab, dafür wäre kein Geld vorhanden.

Nun hat die Privatinitiative seit 2011 so viel Geld gesammelt, um umfangreiche Freilegungen am Cairn von Sternenfels durchzuführen.

 

Es galt auszuschließen, dass es sich um eine Schutthalde handelt. Schüttgut würde aus völlig unterschiedlichen Materialien verschiedener Größe und Qualität bestehen und außerdem durch den Schüttvorgang in schrägen Stratigraphien liegen. Bei verschiedenen Grabungen 2011 bis 2013 kamen beeindruckend hohe Mauern zum Vorschein. Eine erste Grabung etwa 5 m hinter der Außenfassade ca. 2,5 m tief erbrachte das von uns erwartete Mauerwerk, keine schräg liegenden sondern horizontal aneinander gefügte Steinplatten aus Tonschiefer und Sandstein.

 

Diese Beweisführung bot ich nun Dr. Wieland Ende Mai 2014 wiederum an, wozu er lediglich meinte, dass diese Methode wohl nicht zielführend sei.

 

Man stelle sich vor, einer, der bisher noch nie eine Minute mit der Erforschung von Cairns, geschweige denn in der theoretischen Aneignung dieses Forschungsgebiets verbracht hat, maßt sich an, über das rechte Vorgehen zu entscheiden und einen Experten wie Dr. Ziermann zu ignorieren. Eine alternative Methode konnte er auf Nachfrage natürlich nicht nennen.

Sie sehen, in welch einem Dilemma die Privatforschung steckt, wenn sie es mit solchen absoluten Laien im Gebiet der speziellen Cairn-Forschung zu tun hat. Experten aus anderen Bundesländern will man nicht hinzuziehen.

 

Selbst Gutachter aus dem eigenen Land, Geologen, Steinbruchmeister und Architekten, die uns allesamt bestätigten, dass nicht im entferntesten derart viel Schutt in Steinbrüchen aufgetürmt worden wäre, allein im Fall der Zwerchhälde 140.000 Tonnen, die bis auf 20 m Höhe hochgewuchtet werden mussten, werden ignoriert. Welche wissenschaftliche Institution kann sich solch eine Willkür leisten? Alle verfügbaren Quellen aus der Steinbruchzeit des 19. und beginnenden 20. Jhs. bestätigen unsere Ansichten ebenfalls.

 

Das Amt aber fegt alle Gutachten und Beweise einfach vom Tisch. Es will offenbar partout die Anerkennung unserer hochkulturellen Monumente verweigern. Während in West- und Nordeuropa megalithische Cairn-Forschung archäologischer Alltag ist, sperren sich bei uns die betroffen Landesdenkmalämter in Baden-Württemberg und Bayern, diese Forschungsrichtung überhaupt einzuschlagen. Deutschland ist mal wieder auf einem isolationistischen Kurs.

 

Wir haben Kammern, die jederzeit geöffnet und untersucht werden könnten. Es liegt nur am LAD, dies uns zu ermöglichen und Kriterien aufzustellen, deren Erfüllung zur Anerkennung unserer epochalen Entdeckungen führt. Doch das wird offenbar bewusst und vorsätzlich bis auf den heutigen Tag unterlassen. Der Dialog mit uns wird verweigert.

 

Cairns sind prähistorische Grabarchitekturen, die wie nichts anderes die gemeinsamen europäischen Wurzeln der Zivilisation verkörpern. Als Prototypen hochkultureller Stufenpyramiden legen sie Zeugnis ab, wie weit entwickelt die Kulturen Europas schon in der Jungstein- und Bronzezeit waren, und dass ständig kultureller Austausch über große Teile des Kontinents hinweg stattfand, vom Atlantik bis zum Neckar. Nur so lässt sich erklären, dass diese Architekturen verblüffende Übereinstimmungen und prinzipielle Bauweisen über alle Grenzen hinweg erkennen lassen.

 

Ein gemeinsames Haus Europa muss also schon zu Urzeiten bestanden haben, anders ist dieser friedliche Austausch von Bautechniken nicht erklärbar.

 

Wir wissen nicht, wie dieser Missstand im Amt beseitigt werden könnte. Dr. Wieland redet sich immer mit den Notgrabungen aus, die das LAD derart in Anspruch nähmen, dass für nichts anderes Zeit sei. Dann sollen sie uns doch die Forschungsarbeit leisten lassen, uns vertrauenswürdige ehrenamtliche Mitarbeiter des Amts zur Seite stellen, wenn wir eine Grabkammer öffnen, vor allem aber diese völlig unbegründeten Behauptungen unterbinden, unsere Pyramiden seien „ummauerte Schutthalden“ und damit jeden glauben lassen, wir von der Cairn-Forschung seien die größten Deppen, denen man überhaupt nichts glauben müsse.

 

Das Beurteilungsmonopol des LAD ist also ein Missstand, aber nur einer von endlos vielen, unter denen die Demokratie und Republik zu leiden hat, so viele haben sich am Laufe der Zeit breit gemacht. Wir haben uns daran gewöhnt. Was macht also einer mehr oder weniger schon aus? Unsere Schein-Demokratie ist wie geschaffen, diese Missstände ständig mit neuen anzureichern. Wer einmal verfolgt, wie bei uns Gesetze unter Fraktionszwang verabschiedet werden, von denen der einzelne Abgeordnete nicht einmal eine Ahnung hat, um was es geht, verliert jede Hoffnung, dass sich daran je etwas ändern wird. Wenn Gesetze von wenigen Idealisten eingebracht werden, und der Gesetzestext am Ende unter dem Druck anderer Parteien und kapitalintensiver Pressure-Groups das genaue Gegenteil dessen beinhaltet was ursprünglich gemeint war, dann ist Hopfen und Malz verloren.

 

Das ganze Versagen staatlicher Archäologie ist weniger eine bewusste Verschwörung als die einfache Dummheit, das blanke Nichtwissen und die Eitelkeit von Leuten, die von Beruf wegen alles in ihrem Wissensgebiet wissen sollen, es aber nicht tun. Wir sind alle nur Menschen. Heutige Archäologen sind grundsätzlich völlig überlastet mir ihren Rettungsgrabungen, dass sie einfach nicht dazu kommen, sich weiterzubilden, sich um innovative Forschungen von Privatleuten zu kümmern. Die Zeit fehlt in den personell unterbesetzten Ämtern.

 

Aber Archäologen sollten dann so fair sein, wenn sie schon nichts zur Klärung wichtiger Fragen beitragen können, das einzugestehen und keinesfalls unqualifizierte, da auf keine eigene Forschungen basierende Gutachten abzugeben, was sie aber unablässig tun und damit Privatforscher wie uns wie die größten Deppen (Spinner, Phantasten) dastehen lassen.

 

Archäologen haben die Pflicht, wie alle anderen, ihre Gutachten mit Beweisen zu untermauern und nicht einfach Vermutungen, Behauptungen und falsche Prognosen in den Raum zu stellen und uneigennützig arbeitende Privatforscher damit vor der Öffentlichkeit zu desavouieren.

 

Am 22.5.2014 schrieb mir Dr. Wieland Folgendes per E-Mail:

 

"Vielen Dank für Ihre mail - was die Grabungen im Steinbruch Zwerchhälde angeht kann ich nur nochmals (wie bereits mehrfach) betonen, dass wir die von Ihnen vorgenommenen Interpretationen wissenschaftlich nicht nachvollziehen können. Sie stehen in völligem Widerspruch zu historischen und archäologischen Fakten. Bei den freigelegten Stützmauern etc. handelt es sich um Installationen des Steinbruchbetriebs und nicht um prähistorische Pyramiden."

 

Kompletter Unsinn, was der Mann da von sich gibt. Historisch ist überhaupt nie etwas überliefert worden über die megalithischen Cairns, da sie in noch schriftloser Zeit entstanden. Cairns sind niemals in "völligem Widerspruch zu historischen und archäologischen Fakten", denn es gibt sie, wie oben zu sehen, im Westen Europas in großer Zahl, vornehmlich in Frankreich, Großbritannien, Schottland und Irland. Ihr Verbreitungsgebiet reicht bis Ostfrankreich. Die hierzulande entdeckten erweitern das Verbeitungsgebiet der Megalith-Kulturen lediglich weiter nach Osten, an den Neckar und Main, also in den süddeutschen Raum, der bislang ein megalithisches Terra incognito bildete. Dies ist eine Weltsensation, die man aber einem Privatforscher offenbar niemals gönnen will, deshalb diese kratzbürstige Ablehung.

 

Ich bat Dr. Wieland am selben Tag noch einmal um einen Vor-Ort-Termin:

 

"Wenn unser Ministerpräsident schon Interesse an unseren Forschungen bekundet und uns alles Gute wünscht, so hoffen wir, dass nun auch bei Ihnen die wissenschaftliche Neugierde erwacht. Ich hoffe, Sie finden mein informatives Büchlein lesenswert (für das er sich bis heute nicht bedankt hat, d.V.) und ziehen auch endlich die Argumente in Erwägung. Und wie gesagt, es gibt eindeutige Kriterien, wie man beweisen kann, ob es sich um eine Schutthalde handelt, oder aber um das Mauerwerk eines großen Cairns. Dr. Ziermann hat es uns aufgezeigt. Sie müssen sich nur endlich überwinden, uns diesen Beweis antreten zu lassen und Sie müssen auch endlich, wie das in einer fairen wissenschaftlichen Auseinandersetzung üblich ist, die Gutachten zur Kenntnis nehmen, auch die, die jetzt schon beweisen, dass es sich nicht um eine Schutthalde handelt. Sie haben doch nichts zu verlieren, wenn Sie endlich einräumen, dass da kein Schutt herumliegt, sondern ein Bauwerk steht. Dann kann endlich dran gegangen werden, es fachmännisch zu erkunden, wie das die Südamerikaner mit ihren Pyramiden schon lange tun. Machen wir doch noch einmal einen Vor-Ort-Termin und besprechen, wie der Bauwerksschnitt aussehen soll, der Sie und das Amt überzeugen kann, dass man es mit horizontalen Schichten trockenen Mauerwerks und nicht mit den schrägen Stratigraphien eines Schutthügels zu tun hat."

 

Seine Antwort vom 23.5.2014:

"Einen Ortstermin halte ich für nicht zielführend, zumal wir einen solchen bereits vor Jahren hatten. Sie haben mir Ihre Argumente damals bereits vorgetragen und es hat sich auch nichts daran geändert. Die Installationen und Halden des Steinbruchs Zwerchhälde sind zwar umfangreich und eindrucksvoll, aber es handelt sich nicht um prähistorische Architektur...Wie bereits in der letzten Mail zum Ausdruck gebracht halten wir weitere Grabungen im Bereich des Steinbruchs für nicht sinnvoll und - aus Sicherheitsaspekten - auch für bedenklich. "

Die Klärung der grundlegenden Frage, ob es sich um Mauerwerk oder Schutt handelt, hält der Wissenschaftler Wieland also für nicht sinnvoll und redet sich mit einem Sicherheitsaspekt heraus, den Archäologen noch nie interessiert hat, wenn es um den eigenen Ruhm und den Ehrenplatz in den Geschichtsbüchern geht. Dreister sich an der Wahrheit vorbei mogeln geht ja kaum noch.

Meine Antwort vom 24.5.2014:

"Unqualifizierte Äußerungen wie "ummauerte Abraumhalden" und "umfangreiche Installationen im Bereich neuzeitlicher Steinbrüche" sollten jetzt aber endgültig unterlassen werden, da von Ihrer Seite bis jetzt noch kein einziger Beweis, historisches Dokument, Fotos, Zeugenaussagen, historische Akten, Beschreibungen des neuzeitlichen Steinabbaus und der Behandlung des Abraums etc. beigebracht werden konnten, die diese voreiligen und pauschalen Aussagen belegen könnten.

 

Wir dagegen können durch das Handbuch des Hofsteinmetzmeister Albert Burrer von 1911 "Der Steinhauer bei der Arbeit" eindeutig beweisen, dass Abraum nicht im geringsten in diesem Umfang anfiel, wie Sie immer wieder auf völlig unbegründete Weise ständig wiederholt, aber umso falscher behaupten. Da braucht man schon eine völlige Respektlosigkeit gegenüber den objektiven Fakten und den über Jahrzehnten hinweg gewonnenen Arbeitsergebnissen von Privatforschern.

 

Wo bleibt da die die stets behauptete Bürgernähe? Wir werden von Ihnen behandelt wie die letzten Depppen, obwohl wir schon seit 24 Jahren in diesem Forschungsfeld arbeiten, was keiner im Baden-Württemberg macht außer uns.

 

Sie müssen jetzt endlich festen Kriterien folgen, unter denen Sie die Realität von Cairns im Zuständigkeitsbereich des LAD-BW anerkennen. Das haben Sie bis heute nicht getan, da Ihnen offensichtlich die wissenschaftliche Befähigung dazu fehlt. Haben Sie sich denn je mit Cairn-Forschung beschäftigt? Laut eigener Aussage finden Sie durch die akuten Rettungsgrabungen keine Zeit sich mit der Materie zu beschäftigen, sonst würden Sie solche fahrlässigen Behauptungen auch nicht in die Welt setzen. Es ist offensichtlich, dass Sie die objektive Bewertung von Cairns ohne Hilfe von Experten anderer Bundesländer gar nicht schaffen, diese aber auch nicht involvieren wollen. Sie stemmen sich mit aller Macht gegen den wissenschaftlichen Fortschritt! Geben Sie uns Auskunft warum!

Wir fordern, dass Sie die Stufenpyramide von Sternenfels als solche anerkennen, da wir mittels Grabungsschnitt den inneren Aufbau derart verifiziert haben, dass eine Entstehung durch Schüttung von Abraum auszuschließen ist. Das Gebilde besteht durchweg aus trocken gefügtem Mauerwerk in horizontal gesetzter Systematik und weist keinesfalls die schräg abfallenden Stratigraphien von Schüttgut einer angeblich "ummauerten Schutthalde" auf. Wenn Ihnen das noch nicht genügt, können wir den Grabungschnitt Ihren Vorschlägen entsprechend erweitern.

 

Diese Vorgehensweise und die Akzeptanz objektiver Fakten sind Sie Ihrer wissenschaftlichen Reputation schuldig."

Jede mittalalterliche Kloake, jede jungsteinzeitliche Abfallgrube wird gerettet. Wenn es um die Öffnung einer offensichtlich prähistorischen Grabkammer geht, sollen Personal, Zeit und Geld fehlen? Ist das nicht die blanke Tyrannei?

Solange keine einzige Grabkammer erforscht und mit Pollenanalyse und C14-Methode datiert ist, welches Recht hat das LAD-BW in aller Öffentlichkeit zu behaupten, es handle sich um neuzeitliche Installationen?