Pyramiden - Bergmonumente

Pyramiden (Bergmonumente)

BOSNIEN

 

 

Semir Osmanagic machte 2006 Furore, als er der Welt verkündete, Pyramiden bei Visoko in Bosnien entdeckt zu haben. Und tatsächlich ist seine Sonnenpyramide ein hervorstechender Berg im Panorama, dessen Silhouette und Seitenflächen stark an die Cheopspyramide erinnern. Die Natur ist wohl nicht in der Lage, derart symmetrische Formen zu erzeugen, insbesondere, da die Seiten und Ecken sich exakt an den Himmelsrichtungen orientieren, das kann man als sicher voraussetzen. Atemberaubend sind deren Dimensionen. Die Sonnepyramide: 220 m Höhe, 4 x 365 m Seitenlänge, 45° Böschungswinkel!

 

Die folgenden Bilder stammen von Nenad Djurdjevic aus der Homepage http://www.bosnian-pyramid.com.

Insgesamt fünf Exemplare weiß er zu nennen, die mit viel wissenschaftlichem Aufwand in den Bergen des Balkans detektiert wurden. Zwei kleinere Pyramiden gruppieren sich unmittelbar neben die große Sonnenpyramide (im Bild oben unten links zu sehen). Die Mondpyramide und die Drachenpyramide bilden mit der Sonnenpyramide ein gleichseitiges Dreieck in der Landschaft.

Archäologische Grabungen wurden an der Sonnenpyramide unternommen, die den Aufbau der Seitenwände unter der Erdoberfläche zutage brachten: 17 Stufen aus Sandstein, über 5 m Höhe.

Demnach wurden auch große tonnenschwere Monolithen an der Ostwand freigelegt. Diese bestehen wohl aus qualitativ hochwertigem Konglomerat-Beton.

Aber auch Sandsteinplatten von 3,5 x 2,5 m Größe wurden gefunden, die offenbar ein Plateau bilden. Sandstein ist im Karstgebirge (Kalkstein) des Balkan ausgesprochen unterrepräsentiert.

Die Mondpyramide ist anscheinend schon zur Hälfte durch Steinbrucharbeiter abgetragen.

Ihr innerer Aufbau setzt sich aus durchschnittlich 8 cm dicken Sandsteinplatten zusammen, die mit 30 bis 150 cm dicken Lehmschichten alternieren. Dort wurde also genauso Lehm als Baustoff verwendet wie hierzulande an der Heilbronner Stufenpyramide und der Stufenpyramide von Oberderdingen.

Auf www.3sat.de/nanowurde sogleich die Entdeckung in den wissenschaftlichen Schmutz gezogen: „Bei den angeblich sensationellen Pyramiden in Bosnien handelt es sich um natürliches Phänomen, wie Geologen erklären: Es handelt sich weniger um ein ebenmäßig angelegtes Steinpflaster als um das Ergebnis geologischer Prozesse bei der Verwerfung Jahrmillionen alter Sedimentschichten“.

 

Solcher Quark wird auch hierzulande über deutsche Pyramiden behauptet, ohne irgendeine wissenschaftlich fundierte Erklärung für chaotische Naturprozesse zu liefern. Diese klugen Menschen können keinen beobachtbaren geophysikalischen Mechanismus aufzeigen, der exakt rechteckige Pflasterungen oder Mauerzüge erzeugen soll.Chaos führt niemals aus sich heraus zu Ordnung („Gesetz der Entropie“). Aber solch einfache Naturgesetze sind nicht einmal hochbezahlten Spezialisten bekannt.

 

Ein eindeutige Bestätigung, dass es sich bei den aufgefundenen Schichen um künstliche und nicht um natürliche geologische Ablagerungen handelt, beweist unten stehendes Bild. Zwei Stufen im Lehm sind jeweils mit Sandsteinplatten abgedeckt. Dort wo die Stufe in eine höhere übergeht, wurde der Übergang ebenfalls mit Sandsteinplatten abgedeckt.

 

Würde es sich um einen geologischen Bruch in den angeblichen Sedimentablagerungen handeln, wie behauptet, hätte die senkrechte Übergangsfläche keine Sandsteinabdeckung sondern müsste durchgehend aus Lehm bestehen, da es in dem Fall ja die Bruchkante wäre, die erst nach der angeblichen gleichmäßigen Sedimentablagerung entstand, aus der die Sandsteinplattenschicht hervorgegangen sein soll.

 

Überhaupt, was soll das für ein geologischer Prozess sein, der in Jahrmillionen unter hohem Druck und enormer Hitze aus abgelagertem Sand-Sediment ~8 cm dicken Sandstein formt, aber den umgebenden Lehm völlig unbeeindruckt lässt. Auch er hätte zu Stein verbacken müssen, aber ihm wurde nicht einmal Feuchtigkeit entzogen. Wissenschaftlicher Schwachsinn in Höchstform von Leuten, die ihr Diplom nicht verdient haben!

Auf der flachen Spitze der Mondpyramide wurde dieser Schacht freigelegt. Ein vergleichbares Exemplar mit genauso viereckigem Grundriss wurde auch auf der Kuppe eines Cairns der Felsnekropole von Schmie/Maulbronn gefunden. Funktion unbekannt.

 

Im Bereich der großflächig aufgestellten Pyramiden verläuft ein Tunnelsystem, das noch bis zu 350 m Länge betreten werden kann. Mit Satellitenradar wurde dessen Verlauf lokalisiert. Erstaunlich ist, dass die Seitenwände aus einem Sediment aus verschiedenen Gesteinstrümmern, Kieseln und Lehm, einer sog. Brekzie“ bestehen, einem Schlammgemisch, das einst durch Vulkanismus entstand und unter hohem Druck zu Stein verbackte, weshalb es leicht bröckelt.

Im Gang bedeckte es aber auch aufgefundene Megalithen mit einem Gewicht von mehreren Tonnen, die unbekannte Schriftzeichen aufweisen. Ob diese Schriften später angebracht wurden, ist die Frage. Rätselhaft ist auf jeden Fall, wie ein derart großer Steinbrocken in den kaum begehbaren Tunnel gelangen konnte.

Wie kam dieses Sediment in den Tunnel? Diese Brekzie kann nach derzeit gültiger wissenschaftlicher Auffassung erst am Ende der Eiszeit, also vor etwa 12.000 Jahren entstanden sein. Dementsprechend alt datiert Osmanagic seine Pyramiden: 27.000 Jahre.

 

Doch die Eiszeit gab es wohl gar nicht. Dafür gibt es zahlreiche Indizien. Deren katastrophischen Spuren in der Geologie der Erde und im Wasserstand der Ozeane kann auch eine Vulkankatastrophe, ein Komet oder Meteor verursacht haben. Mehr darüber im Kapitel „Chronologie“ in der rubrik „Cairn-Forschung“.

 

Die auf dem Gipfel bis heute sicht- und begehbaren Mauerreste der mittelalterlichen Burganlage und der noch älteren römischen Festung wären die ersten und ohne jeden Zweifel einzigen Festungsanlagen der Menschheitsgeschichte, die je auf einer Pyramidenspitze errichtet wurden, gäbe es da nicht noch vergleichbare Funde aus Deutschland.

 

 

 

 

DEUTSCHLAND

 

 

Bei der Erforschung der größten Stufenpyramiden, dem Bärenstein bei Horn/Bad-Meinberg (max. Ausdehnung: 440 m) und der Paradies-Pyramide von Heilbronn (max. Ausdehnung: 470 m), stieß der Entdecker auf eine gemeinsame Eigenart. Beide Giganten scheinen ein Pendant in einem unnatürlich wirkenden Berg zu haben, der jeweils nicht weit entfernt steht und auffällige Besonderheiten zeigt.

Beim Bärenstein ist es der etwa 6 km entfernte Grotenburgberg, auf dem das Hermannsdenkmal und ein Hünenring steht, und bei der Heilbronner Paradies-Pyramide der ca. 2 km weiter im Norden liegende Weibertreuberg auf dem sich eine Burgruine aus der Salierzeit befindet.

Während sich die bosnischen Pyramiden nahe am 44. Breitengrad versammeln, liegt der Grotenburgberg nahe am 52. BG und der Weibertreuberg nahe am 49. BG.

Die Form der Berge an sich, bzw. der dort vorzufindenden „Steinbrüche“, ist jeweils eigenartig und hervorstechend.

 

 

Der Grotenburgberg

 

 

Wenn nicht das Hermannsdenkmal auf ihm stehen würde, keinem würde dieser Berg besonders auffallen. Es gibt kein Hinweis, dass dieser Berg künstlich ist. Dagegen spricht, dass eine nicht unerhebliche Zahl von Quellen an seiner Hängen entspringen.

 

Das unten stehende Bild wurde uns freundlicherweise von Tobias Langmann zur Verfügung gestellt, nach seiner Veröffentlichung auf Wikipedia.

Aber es gibt eine direkte Verbindung von den Externsteinen und dem Bärenstein zu diesem Berg. Die rückwärtige, auffällig gerade Felswand des Bärenstein-Monuments verläuft, wie bekannt, in gerader Fortsetzung der Externstein-Vorderseite. Diese Linie mit einer Abweichung zur Nordrichtung von 54-55° NW aber zeigt in der Verlängerung genau auf den Grotenburgberg (306º Azimut), eine Linie, der auch bei Stonehenge die größte Bedeutung zukommt, weil hier Mond- und Sonnenuntergang zur Mittsommernacht gleichermaßen zu beobachten sind.

 

Schon der Terminus Mittsommernacht macht deutlich, dass die keltische Astronomie nicht nur auf den Britischen Inseln, sondern auch hier auf dem Kontinent vorherrschend war, denn der 21. Juni ist heute der Sommerbeginn, während er im keltischen Kalender die Mitte des Sommers (Mittsommer) bezeichnete.

Und das Frappierende: Dort, an der Nordostseite des Grotenburgbergs, befindet sich ein langer, relativ schmaler Einschnitt in den Berg (gelb eingezeichnet), landläufig als Steinbruch interpretiert, dessen Felswände völlig parallel laufen und äußerst gerade ausgebrochen sind. Als Steinbruch erscheint er mehr als kurios. Dieser gigantische Einschnitt von etwa 500 m Länge und 50 m Breite ist vollständig von Wald bedeckt. An seinem Ende ragen die Baumwipfel nicht über die Felswandkante hinaus. Eine Quelle entspringt aus ihm.

Solche rechteckigen, allerdings viel kleineren Einschnitte in den Hang findet man auch im Tal der König bei Luxor als Portal zu den unterirdischen Grabanlagen der Pharaonen. Haben wir es also auch hier mit Hypogäen und Felskammern zu tun?

In der Schweiz wurden solche Felsportale ebenfalls gefunden. In einem Fall, der Teufelsküche bei Bollingen, ist sogar die Höhle am Ende des Hangeinschnitts bekannt. Auch diese orientiert sich am Azimut der Mittsommernacht.

Zuletzt geändert: 01.10.2009, 19:20:10