Megalithen-Verbreitungsgebiete

Die Verbreitungsgebiete der Megalith-Kulturen in Europa

Die großen steinernen Monumente des Neolithikums und der frühen Bronzezeit, wie New Grange in Irland oder Stonehenge in England, finden sich auch auf dem Kontinent, z. B. der Cairn von Barnenez in der Bretagne oder die steinzeitliche Festung Los Millares in Spanien mit ihren Steingrabhügeln. Die Dolmen (Grabkammern) des Hochrheins und des Elsaß, Gebiete die unmittelbar an Süddeutschland stoßen und damit den hier entdeckten Cairns zusätzliche archäologische Plausibilität verleihen, sind auf der ersten Karte nur als Einzelfundgebiete eingezeichnet.

 

Unberücksichtigt bleiben die Megalithbauten Nord- und Südamerikas, Japans, der Malediven, der Kanaren, auf Celebes, u. s. w.

Hed Wimmer, Karlsruhe

Großsteingräber wurden nicht nur in Nordafrika, auf den Balearen, sondern auch in Jordanien und am Schwarzen Meer errichtet. Man könnte natürlich auch die ägyptischen Pyramiden als solche Großsteingräber ansehen, da sie ebenfalls schon in der Jungsteinzeit errichtet worden sein sollen. Doch die ersten, im Vergleich barbarisch anmutenden Megalithbauten Europas werden nach der umstrittenen C14-Methode um mehr als 2000 Jahre älter datiert.

 

Es scheint eine räumliche und zeitliche Folge feststellbar. Die ersten Megalith-Bauwerke entstanden in Küstennähe. Danach breiteten sie sich ins Landesinnere aus, und zwar bis zum Ende der Bronzezeit um 1200 v. Chr. Steingrabhügel wurden jedoch die ganze Zeit weiter gebaut, in Süddeutschland besonders auf dem Schwarzwald und der Alb, wie die Forschungen des Archäologen Wesselkamp im Regierungsbezirk Freiburg feststellten. Kelten, Römer, Alemannen und sogar noch die Franken bauten diese Hügel aus Stein, vmtl. weil die Höhenlage keinen besseren Baustoff bot.

 

Wenn unsere Cairns dem hier vorliegenden Schema entsprechend zu datieren wären, dann im Zeitraum ab 1200 v. Chr., der Eisenzeit, wie im Artikel „Datierung“ noch weiter ausgeführt wird. Die eisenzeitlichen Steingrabhügel, zu denen unsere Felsnekropolen gezählt werden müssen, bedecken folglich einen guten Teil der Gebiete, die auf der Karte lindgrün gezeichnet sind.

 

© Tharkun Coll, Wikimedia Commons

Man wundert sich, warum es überhaupt eine Grenze der Ausbreitung gegeben haben soll. Wenn es immer noch Tausende von Großsteingräbern in der Norddeutschen Tiefebene gibt, muss man mit entsprechend vielen in Süddeutschland rechnen. Man hat sie nur noch nicht als solche erkannt. Und wenn die Mittelgebirgszone erst einmal als Standort für Megalithgräber in Frage kommt, können alle alten Steinbrüche in Bergregionen von den Pyrenäen bis zum Kaukasus sich plötzlich als Nekropolen entpuppen.

 

Die Architektur der Cairns, Ganggräber oder Hünengräber, wie man sie in Norddeutschland nennt, gleicht sich über tausende von Kilometern hinweg. Hier zwei Beispiele aus dem Westen und Nordwesten Europas: Bild 1, Cairn Belas Knap in Gloucestershire/England, Bild 2, Cairn Table-de-Marchand, Bretagne.

Die Cairns/Ganggräber Norddeutschlands zeichnen sich durch eine eher nachlässige oder gänzlich unterlassene Rekonstruktion aus, Zeichen für die Geringschätzung, die unser hochkulturelles Erbe nach dem ideologischen Missbrauch durch die Nazis derzeit noch genießt: Bild 3, Ganggrab der Norddeutschen Tiefebene, Bild 4, Ganggrab Denghoog auf Sylt.

Die Cairns Süddeutschlands nun gleichen den hier exemplarisch vorgestellten in Form und Details derart, dass jeder, der sich nur optisch damit vertraut macht, keinen Zweifel an ihrer Identität haben kann. Lediglich die Dimensionen sind unvergleichlich größer, so groß, dass es kaum gelingt, ein Exemplar komplett auf ein Bild zu bannen.

 

Süddeutschland stellt schon jetzt eine irrationale Lücke im Verbreitungsgebiet dar, die durch die hier vorgestellten Funde geschlossen wird – irrational deshalb, weil die großen innerkontinentalen Flussläufe, der Rhein und die Donau, schon in der Jungsteinzeit die Hautptverkehrsadern bildeten, und gerade in ihrem Umland die neuesten, durch Handel und Kulturkontakt ins Land gekommenen Techniken, auch architektonischer Art, zur Anwendung gekommen sein müssen. Die archäologische Theorie geht davon aus, dass das Hauptverkehrsmittel in der Jungsteinzeit das Floß oder frühe Formen von Booten waren, welche die Küstenschifffahrt und die Fahrt auf den Flüssen ermöglichte. Und tatsächlich bergen die Hänge der großen Flusslandschaften eine große Zahl wenig erforschter „Steinbrüche“ mit zum Großteil kolossalen Einbauten.

© J. E. Walkowitz , Wikipedia.org

Die Ganggräber-Kulturen Alteuropas, Nordafrikas und Vorderasiens zeigen architektonisch große Übereinstimmungen.

Auch die Grabbeigaben, insbesondere die Keramiken ähneln sich über die Kontinente hinweg, Beweis für weitreichende Handelsbeziehungen, man kann schon sagen interkontinentalen Warenverkehr in der Vorgeschichte.

 

Die Felsnekropolen Zentraleuropas sind auch nicht weit entfernt von den großen Strömen wie Rhein, Main, Donau und Neckar. Voraussetzung für deren Entstehen war immer das Vorhandensein von abbaubarem Gestein. Deshalb entstand das größte Monument wohl gleich am Rand der Norddeutschen Tiefebene im Nordhang des Teutoburger Waldes, der Bärenstein von Horn-Bad Meinberg. Die meisten dürften aber unwiderbringlich zerstört sein, auch die mit schwarzem Kreis markierten. Hier handelt es sich durchweg um Steinbrüche direkt am Rand keltischer Oppida, wobei deren Inhalt, die Cairns nicht mehr vorhanden sind, z. T. der Zementherstellung geopfert (Grabenstetten), z. T. für den Bau einer Wallfahrtskirche planiert (Bogenberg), z. T. bei dilettantischen Grabungen der Nazizeit unerkannt abgetragen (Heidenmauer Kriemhildenstuhl).

 

Die größte Konzentration von Berg-Cairns im Raum östlich von Karlsruhe ist lediglich der Tatsache geschuldet, dass der Entdecker dort beheimatet ist, also die Forschungen naturgemäß im Umkreis seiner Lebenswelt stattfanden. Deshalb können in allen anderen Regionen jederzeit genauso große, wenn nicht noch größere Funde gemacht werden.

Transportprobleme in der Jungsteinzeit?

 

Bis heute ist es ein Rätsel, wie die „technisch unentwickelten“ Völker der Jungstein- und Bronzezeit derart schwere Lasten bewegen und aufeinander türmen konnten. Doch eigentlich nur durch ein chronologisches Missverständnis. Die Megalithen werden den jungsteinzeitlichen Ackerbauern zugeordnet, und die sollen keine Viehwirtschaft betrieben haben. Aber das ist zweifelhaft. Statt einem Aufeinanderfolgen dieser angeblichen Kulturstufen ist auch ein zeitliches Miteinander möglich. Dann war es selbstverständlich, die schweren Lasten von Hornviechern transportieren zu lassen. Dementsprechende Abbildungen gibt es auch in Ägypten, z. B. zwei Stiere, die einen Schlitten mit einem großen Steinquader ziehen.

 

Doch der Stier wurde auch in den Megalith-Kulturen Europa häufig als Hornsymbol an Dolmen und Menhiren verewigt. Bei Bruchsal wurde eine Michelsberger Siedlung mit 3 Wehrwällen ausgegraben. An vielen Stellen, besonders an den Toren, wurden die Hörner von Auerochsen entdeckt. Trotzdem wird die Jungsteinzeit immer noch als reine Ackerbauernkultur angesehen, obwohl die Fundlage auf regen Umgang mit den Hornviechern schließen lässt.

 

 

Stammen die Findlinge Norddeutschlands in Wirklichkeit aus Steinbrüchen der Mittelgebirge?

 

Schaut man sich die Verbreitungskarte der Megalith-Monumente an, sieht man fast ganz West, Nord- und Mitteleuropa bedeckt, lediglich Süddeutschland scheint ein Terra X zu sein. Hier konnten bislang noch keine großen steinerne Bauwerke entdeckt werden, die man als Hünengräber oder Cairns bezeichnen könnte. Das ist an für sich ein großes Rätsel, denn die flachen Küstenlandschaften und Tiefebenen bieten im Gegensatz zum Mittelgebirge eigentlich nur Sand unter dünnen Humus- und Lehmschichten als Baumaterial. Steine, das Baumaterial für die großen Dolmen und Hünengräber, sind dort sehr schwer zu finden. Deshalb wird behauptet, die tonnenschweren Blöcke seien Findlinge, die von Eiszeitgletschern einst dorthin verfrachtet wurden, eine phantastisch anmutende Theorie wie die ganze Eiszeittheorie an sich. Mehr darüber im Kapitel „Chronologie“.

 

Angesichts der jetzt in Süddeutschland entdeckten Monumente fragt man sich, ob das Baumaterial für den Norden in Wirklichkeit nicht aus Steinbrüchen aus dem Süden stammt. Denn hier gibt es genau dieselben Monumente, noch wesentlich größer, man hat sie bislang nur einfach übersehen.

 

Man weiß von Stonehenge, dem kreisförmigen Megalith-Monument in der Ebene bei Salisbury, dass seine 5 – 7 m hohen Megalithen per Floss aus einer über 100 km entfernten Küstenregion herangeschafft wurden. War es in Wirklichkeit nicht so, dass auch die Megalithen der Norddeutschen Tiefebene auf diese Weise über die zahlreichen Flüsse und Ströme aus den Steinbrüchen der Mittelgebirge antransportiert wurden?

 

Man stelle sich die Gesamtsituation vor: Da wird in der Jungsteinzeit die Technologie des Schwertransports auf Flößen entwickelt, aber historisch gesehen offenbar nur einmal beim Bau eben von Stonehenge angewendet. Ist das realistisch? Das wäre im Vergleich mit heute so, dass zwar der Schwertransport auf Binnenschiffen entwickelt wurde, aber nur einmal beim Bau des Kanzleramts in Berlin zum Einsatz kam. Eine lächerliche Vorstellung. Aber Archäologen machen sich i. A. keine tieferen Gedanken zu solchen Fragen der Technologiegeschichte.

 

Technologiegeschichtlich zu denken ist bei den Archäologen sowieso lange Zeit nicht opportun gewesen. Erst in neuerer Zeit fand man diesen Ansatz, suchte mit Experimental-Archäologie den Nachweis für aufgestellte Theorien. Dennoch wurde bis heute nicht ein schlüssiges Konzept der Technologiegeschichte der Menschheit erstellt. Kritische Historiker und Chronologiekritiker wie Heribert Illig, Gunnar Heinsohn, F. Löhner, Christian Blöss und Hans-Ulrich Niemitz decken in ihren Arbeiten die krassen chronologischen Verwerfungen auf, die die Entdeckung und Verbreitung von Technologien begleiten. Im Alten Ägypten wurden so menschheitsbewegende Erfindungen wie das Glas gemacht und gleich darauf wieder vergessen, um einige hundert Jahre später wieder wie aus dem Nichts da zu sein. Ebensolche Divergenzen bei der Einführung des Eisens, der Granulation, des echten Gewölbes und der kolossalen Pyramiden, deren Vorgängerbauten kurioserweise später als die eigentlichen Endprodukte einer langen architektonischen Entwicklung gebaut wurden.

 

 

Standortbedingungen

 

Die Monumente der Mittelgebirge sind so groß, dass sie europaweit alles Vergleichbare in den Schatten stellen. Gewaltige Monumente, jedes einzelne als Unikat schon rekordverdächtig, versammeln sich zu ganzen Nekropolen, die hoch oben auf Bergen majestätisch über die Landschaften ragen. Schon von daher beanspruchen sie Priorität gegenüber den Hünengräbern Norddeutschlands, deren Baukörper hinter den Megalithgattern meist auch nicht komplett aus Stein, sondern oft nur aus Geröll, Sand und Lehm bestehen, bzw. bestanden.

 

Wie konnten derart große Bauwerke in solcher Anzahl einfach übersehen werden?

Das ist das Eigenartige der süddeutschen Cairns, sie entstanden nicht auf der Ebene oder im flachen Hügelland, wie sonst in Europa, sondern auf hohen Bergen. Da die Erbauer sie hinter hohen, künstlich geschaffenen Felswänden verbargen, sind sie leicht als Steinbrüche misszuverstehen. Diese Steingruben lieferten das Baumaterial und zugleich den Baugrund. Es scheint, als habe man die Pyramiden im Boden des Berghangs versenkt, doch das täuscht, denn dadurch, dass sie, wie ähnliche Felsheiligtümer und -tempel anderer Hochkulturen, überwiegend auf hohen Bergen in den Hang hinein gebaut wurden (wie z. B. der Sonnentempel von Abu Simbl), waren sie, und sind sie vereinzelt noch heute, schon von weither zu sehen, vorausgesetzt, das Ensemble ist nicht völlig von Wald überwuchert, was meistens der Fall ist. Ein Grund mehr, diese Bauwerke endlich wieder in den ursprünglichen Zustand zu versetzen und unsere einzigartige Hochkultur aus dem Dunkel der Geschichte zu befreien.

 

Cairns waren bisher nur im Flachland Europas, auf den Küstenebenen oder flachen Hügellandschaften bekannt. Noch keiner hat sie in den Mittelgebirgen des Kontinents auf den Hügelkuppen und Berghängen gesucht, und just dort finden sich nun die größten Exemplare der Menschheitsgeschichte überhaupt. Der Berichtende ist sicher kein Schwadroneur, wenn er von vielen Bauwerken berichten kann mit eine Länge von über 250 m. Man vergleiche nur die Seitenlänge der größten ägyptischen Pyramide, der Cheopspyramide mit 232 m. Unsere Bauwerke sind meist Langgräber wie die Hünengräber und Hunenbedden der norddeutschen und niederländischen Tiefebene, also lang gezogene Rechtecke, haben also bei weitem nicht das Volumen und die Höhe ägyptischer Pyramiden. Aber diese gewaltig langen Monumente sind nicht einzeln vorhanden, sondern reihen sich aneinander wie Gräber auf einem Friedhof, in einem Beispiel auf einer Breite von 1,3 km (Marsberg-Nekropole bei Würzburg-Randersacker).

 

 

Zeichen einer versunkenen Hochkultur

 

Sie können sich also vorstellen, wie euphorisch der Entdecker angesichts dieser gewaltigen Dimensionen und phantastischen Perspektiven ist. Unsere Geschichte muss vollständig umgeschrieben werden. Hier hat eine hoch entwickelte Zivilisation ihre unübersehbaren Spuren hinterlassen.

 

Bezüglich Ägypten hält man es für normal, dass die erlesenen Bausteine über den Nil aus z. T. fernen Steinbrüchen heran transportiert wurden. Granitblöcke aus den Granitsteinbrüchen bei Assuan wurden über fast die ganze Länge des ägyptischen Nils nach Kairo geschippert. Auf großer Barken oder flacher Lastkähne konnten bis zu 40 Tonnen schwere Säulen, Blöcke und Architrave über hunderte von Kilometern den Fluss hinab transportiert werden. Warum soll gleiches nicht auch mit den tonnenschweren Baublöcken der norddeutschen, jütländischen und holländischen Megalithgräber geschehen sein? Hier sind dieselben Transportwege, Flüsse, vorhanden, um das Baumaterial aus Steinbrüchen Süddeutschlands in die baustoffarmen nördlichen Tiefebenen zu befördern.

 

Im Neckarbett bei Heidelberg wurde bei Bauarbeiten ein riesiger Felsblock gefunden, von dem man glaubt, dass er von Schwarzwaldgletschern bis dorthin transportiert worden sei. Die Moränenlage jedoch zeigt keine Ausdehnung von Gletschern bis in solche Entfernungen. Anzunehmen ist, dass der gewaltige Block, der Bohrlöcher zur Fixierung aufweist und dem Deckstein eines Dolmen zum Verwechseln ähnlich sieht, auf einem Floß nach Norden transportiert werden sollte und dabei unterging. Heute steht er vor dem danach gebauten Versicherungsgebäude.

Solche Transporte und über die Territorialgrenzen hinweg organisierte Bauvorhaben können keine jungsteinzeitlichen Ackerbausippen oder umherschweifende Rindernomaden bewerkstelligt haben. Dazu war eine ausgefeilte Logistik nötig. Hier musste, wie in Ägypten, ein funktionierendes Staatsgefüge mit ausgeprägten Hierarchien und differenzierter Gesellschaft existieren, das in der Lage war, große Menschenmassen für die megalomanen Bauvorhaben zu organisieren.

 

Man vergegenwärtige sich, welch mächtige Potentaten in diesen unglaublichen Grabstätten liegen müssen, bzw. einst dort bestattet waren. Da die Gänge und Kammern leicht begehbar sind, dürften sie schon, wie in Ägypten, nach kurzer Zeit geplündert worden sein. Deshalb die völlig unbefriedigende Fundlage bezüglich des Grabinventars. Während sich in Ägypten die imposanten Architekturen auf den schmalen Streifen beidseits des Nils und das Delta der Nilmündung konzentrieren, haben wir in Deutschland mit unseren zahlreichen Gewässern und Strömen ein ungleich größeres Gebiet mit Vorkommen. Jedes Flusstal mit umgebenden Bergen, jeder kleine Gebirgszug ist potentielles Fundgebiet. Die bereits entdeckten Bauwerke haben bis jetzt schon zusammengerechnet ein Bauvolumen, das dem der ägyptischen Monumente vergleichbar ist.

 

Diese Herrscher hatten ein unglaubliche Macht, denn sie konnten sich für ihre Gräber die landschaftlich schönsten Lagen aussuchen: Hoch oben auf den Bergen mit majestätischem Blick über die flacheren Landschaften, hin zum weit entfernten Horizont. Dem alten Weltbild der Antike entsprechend, die das Totenreich im Westen lokalisierte, orientieren sich die bisher entdeckten Gräber tatsächlich fast ausschließlich nach Westen und Norden, der untergehenden Sonne folgend.

 

Ein Zusammenhang mit jungstein-/bronze- bis eisenzeitlichen Bergfestungen ist offensichtlich. Die Felsgräber entstanden oft genug in unmittelbarer Sichtweite zu den prähistorischen Bergresidenzen. Demgemäß müssen die Grabmonumente auch datiert werden, solange keine datierbaren Artefakte gefunden sind. Allerdings ergeben sich damit erstaunliche Parallelen zur ägyptischen Hochkultur, die auch von der Jungsteinzeit bis weit in die Eisenzeit, bis zur hellenistischen und römischen Epoche die mehrtausendjährige und kontinuierliche Geschichte einer hochentwickelten Zivilisation aufzuweisen hat, wenn die Chronologie überhaupt stimmt.

 

In Sternenfels, wo der erste und einer der höchsten Cairns entdeckt wurde, haben wir überhaupt den Schlüssel zum Verständnis der alten Welt, die völlig anders ausgesehen haben muss, als es uns die seit dem Mittelalter geübte Geschichtsschreibung weismachen will. Denn das auf der Startseite abgebildete Ortswappen, zugleich das Wappen der Ritter von Sternenfels, zeigt eine dreistufige Pyramide, über der ein siebenstrahliger Stern aufgeht. Die Verbindung Ureuropas zu der Hochkultur am Nil wird damit auf rätselhafte Weise offenbar. Wie kommt uraltes Pyramidenwissen Ägyptens auf das Wappen mittelalterlicher Kreuzritter Süddeutschlands? Dieses Rätsel zu ergründen ist allein Thema eines z. Zt. entstehenden Werkes, das die Weltgeschichte unter dem Blickwinkel einer evidenzorientierten Archäologie in einem völlig neuen Licht erscheinen lässt.

 

 

Hauptverbreitungsgebiete

 

Wir haben bis jetzt nur einen partiellen Überblick über die Vorkommen dieser neuen prähistorischen Grabform und sind deshalb auf die Nachforschungen und Fundmeldungen anderer Enthusiasten angewiesen. Fünf bis sechs große Nekropolen sind bis jetzt bekannt (Würzburg, Maulbronn-Schmie, Heidelberg, Bruchsal-Untergrombach, Pforzheim und Filderstadt), wobei in den erst aufgeführten Fällen groß im Sinne von gigantisch gebraucht werden muss. Einzelvorkommen von Gräbern, die ebenfalls bis zu 250 und 300 m Länge erreichen können, sind bis jetzt hauptsächlich im östlichen Kraichgau (Sternenfels, Sulzfeld) nachweisbar. Auch die östlichen Randhöhen der Oberrheinischen Tiefebene wurden wegen ihrer Repräsentanz bevorzugt. An Neckar, Main und Donau (deutsche und österreichische Seite), bzw. ihren Nebentälern, konnten Vorkommen nachgewiesen werden, ebenso im Hochschwarzwald. Hessen ist bis jetzt ein Terra X. Hier warten wir auf Hinweise. Offenbar kann man bei Kassel von Vorkommen ausgehen.

 

Am Rand des Neckartals (Heilbronn-Jägerhaus) und am Rand des Teutoburger Waldes (Bärenstein bei Horn) fanden wir die bis jetzt allergrößten Monumente (440 bzw. 470 m Ausdehnung).

Zuletzt geändert: 01.10.2009, 19:20:10