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Ebenfalls an der Zwerchhälde hat der Entdecker im Torbereich des Mittelbaus (2. Stufenbauwerk) eine Ecke des Murus Gallicus ausgegraben. Das freigelegte Mauerwerk bildet die Fassade und besteht aus akkurat rechteckig gehauenen Sandsteinblöcken, die völlig fugenlos vermauert der ganzen Anlage einstmals ein völlig glattes äußeres Erscheinungsbild verliehen haben müssen. Das aber steht völlig konträr zu den rustikalen Architekturen der Megalith-Epoche oder Keltenzeit, welche die Archäologen aus den Trümmern von Wallanlagen rekonstruierten. Hier könnten Grabungstechniker den ganzen Verlauf des Mauerwerks freilegen, wofür aber ebenfalls einige Bäume entfernt werden müssten.

 

Im Endeffekt müssen alle Bäume, die auf Cairns wachsen, beseitigt werden. Hier ist ein Konflikt mit den Interessen von Forstämtern und Naturschutzbehörden unvermeidbar. Was hat Priorität? Natur oder Kultur?

Oberderdingen: Sommerhälde

 

Das großflächige, 3-stufige Monument auf der Sommerhälde/Ölmühlenkopf bietet einige Ansatzpunkte für Grabungen. Die Grabungskampagne erstreckte sich über die Jahre 2003-2004 und brachte am Rand des Monumente in einer Ecke des umgebenden Murus Gallicus einen Altar hervor, der als Monolith mit schräger Tischfläche aus dem anstehenden Fels gehauen wurde.

 

Die geomagnetischen Messungen 2005 erbrachten jedoch kein Resultat. Eine geoelektrische Messung, die Hohlräume sichtbar machen könnte, wurde noch nicht durchgeführt. Diese könnte den dringend gesuchten Nachweis für Hohlräume liefern. Hier ist die Bauwerkshöhe nicht so hoch wie in Sternenfels, lediglich 3 – 4 m im Gegensatz zu 20 m. Der Ansatzpunkt zur Freilegung eines noch verborgenen Portals ist gegeben.

 

Im Bild unten links Walter Haug, in der Mitte Philipp Heidinger, rechts Kai Zurek.

Gegenüber dem Altar könnte sich hinter Mauern ein Portal zu einem Gang befinden. Wie die Struktur der abgeschrägten Felswand in diesem Bereich erkennen lässt, könnte sich hier eine Treppe im Felsboden fortsetzen, die, ähnlich wie bei etruskischen Tumuli, zur Grabkammer führt.

Die Schlussfolgerung ergibt sich aus dem Beispiel ägyptischer Pyramiden, wo es auch dieses Nebeneinander von Altar (bzw. einem kleinen Tempel, wo den Verstorbenen geopfert wurde) und dem Portal zur Grabkammer gibt.

 

Das schräge Ende der Felswand (links oben im Bild) könnte auch das Ende des Felsbodens bedeuten und würde damit evtl. den Treppenabstieg zu einer Felskammer markieren. Tonnen von Steinen sind noch im Weg.

Kürnbach: Sommerhälde

 

Der Felsgang neben dem ~250 m langen Cairn der Sommerhälde wurde bis zu einem Bereich freigelegt, den der Greifarm des Baggers noch erreichen konnte. Am Ende des freigelegten Gangverlaufs jedoch senkt sich der Felsboden jenseits einer deutlichen Kante in unbekannte Tiefe, wobei der Gang sich auch noch in die Felswand fortzusetzen scheint.

Aus Erzählungen der Gemeinde ist bekannt, dass hier ein tief reichender Stollen vorhanden gewesen sein soll, in dem nach Edelmetallen gesucht wurde. Ob der Stollen zu diesem Zweck gegraben wurde oder schon vorhanden war, weiß man nicht. Wünschelrutengänger haben im Bereich hinter der Steinbruchwand Hohlräume gemutet. Der vermutete Stollen ist heute jedoch völlig mit Lehm und Geröll verfüllt und müsste mit entsprechend langer Baggerschaufel oder per Hand freigelegt werden.

 

 

Kürnbach: Rohrhälde

 

Die Rohrhälde ist ein in den Fels gebettetes Langgrab auf dem benachbarten Berg. Die Konzeption dieser Anlage ist überaus faszinierend und lässt an einen aufwändig gestalteten Felstempel denken, der zu durchschreiten war, wenn man zum Langgrab gelangen wollte. Man betritt das Areal durch einen Hohlweg, der zumindest zu rechter Hand aus einem weiteren Langcairn besteht. Diese Achse führt heute direkt auf ein Felstor zu, hinter dem die Kuppe des quer liegenden Hauptcairns betreten wird. Ein Mauerrest im Boden vor diesem Felstor ist möglicherweise der Hinweis, dass der lange Weg zum Cairn auch in der letzten Hälfte ursprünglich tiefer lag und insgesamt als Hohlweg zur jetzt unter dem Boden liegenden Seitenwand des Cairns genau im Felstor führte, wo das Portal ins Innere sich ursprünglich ebenerdig zum Hohlweg geöffnet haben muss. Diese heute völlig verschüttete und eingeebnete Stelle ist die einzig logische, wo der Zugang zu den vermuteten Grabkammern gesucht werden könnte. Es müsste also der ganze hintere Verlauf des vermutlich verschütteten Hohlwegs freigelegt werden, um zu den Grabgängen zu gelangen.

 

 

Freudenstein: Burgstall

 

Hohe Erfolgsaussichten!

 

Wie an betreffender Stelle schon ausgeführt ist die Südseite des Hauptcairns durch einen mehr als 5 Meter hohen gemauerten Wall von der Außenwelt abgeschnitten. Das kann kein Zufall sein. Die Erbauer wollten offenbar Portale am Cairn vor unerwünschten Besuchern schützen. Dafür spricht schon das Vorhandensein einer dolmenartigen Architektur im Bereich zwischen Cairn und Felswand als beweiskräftigste Evidenz. Der Wall ist unversehrt, vermutlich konnte deshalb auch noch keiner die Eingänge öffnen. Es ist äußerst schwierig in den schmalen schluchtartigen Raum zwischen Cairn und Felswand zu gelangen, da Jeder über die steile Böschung hinab und wieder hinauf steigen muss. Grabräuber haben sich allerdings von solchen Widrigkeiten oft nicht zurückschrecken lassen. Allerdings hatten sie bei ihrem Eindringen keine Chance, die Portale zu öffnen, da sie in keiner Weise erkennbar sind. Der ganze Bereich der Schlucht ist im Vergleich zum Gelände vor der Wallmauer um etwa 1,5 bis 2 m hoch aufgefüllt. Nach Abtragen des Füllmaterials müssten also die Portale, oder Hinweise auf sie, zum Vorschein kommen.

Ein sachgerechtes Arbeiten erfordert zuerst das Abtragen der aus Megalithen bestehenden Schutzmauer. Danach kann mit geoelektrischen Messungen gezielt nach Hohlräumen gesucht werden. Es bieten sich aber auch immer wieder optische Anhaltspunkte, die schnell zur Öffnung von Portalen führen können.

 

 

Eibensbach: Weißer Steinbruch

 

Hier im Weißen Steinbruch auf dem Stromberg findet man nur noch den Rest eines ursprünglich vorhandenen langen Grabganges mit einer kleinen annähernd quadratischen Kammer, die eine große Nische in der Rückwand enthält. Der weitaus größte vordere Teil des Ganges wurde systematisch zerstört, indem man ihn freilegte, Offenbar in der Absicht, die sehr schön akkurat rechteckig gehauenen Decksteine zu plündern, wurde der ganze Cairn auseinander gerissen. Archäologie kann hier den ursprünglichen Verlauf des Ganges rekonstruieren, in dem sie das alte Bodenniveau im Gangverlauf freilegt. Diese Arbeit könnte auch ein interessierter Altertums- oder Heimatverein angehen.

 

 

Knittlingen: Brand- oder Reichshälde

 

Auch die Brandhälde besitzt einen derartigen Prozessionsweg, der genau an die Böschung des hoch aufragenden Cairns führt und dort an der Frontseite des Bauwerks abrupt endet. Auch dieser Weg ist ein Hohlweg, allerdings derart monumental gestaltet, dass er schon durch seine schiere Größe eine zentrale Rolle im Glauben und Kult unserer Vorfahren gespielt haben muss. Denn dieser Hohlweg ist auf außergewöhnliche Weise künstlich angelegt und verläuft in einem hohen und breiten aufgeschütteten Wall, der zunächst flach am Waldrand, am Ende der weiten Knittlinger Ebene beginnt und insgesamt über mehrere hundert Meter verläuft, wobei er auf einer Breite von ebenfalls mehr als hundert Metern von weiteren Wällen und Hohlwegen flankiert wird. Der zentrale Wall allerdings ist der höchste. Man kann sich sehr gut vorstellen, wie hier einst die Würdenträger auf ganzer Breite zur Grabpyramide schritten und dem oder den Verstorbenen huldigten.

Es besteht, wie beim Cairn von Sulzfeld, eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass ein gesuchtes, evtl. noch zugemauertes Portal sich am Ende des Haupthohlwegs befindet.

 

 

Maulbronn-Schmie: Sommerhälde/Steingrube

 

Die Sommerhälde/Steingrub ist als Steingrab eine imposante Nekropole. Wer erst einmal begriffen hat, welch ingeniöse Leistung der Bau der gigantischen Formationen auf den künstlichen Stufen des Berghangs oberhalb des Schmie-Tals darstellt, ist fasziniert von den großen Cairns, die eine ungewöhnlich große Zahl von erkennbaren Portalen aufweisen. Die jedoch sind z. Zt. allesamt mit Geröll verstopft und meist bis nah an die Decke unter dem heutigen Bodenniveau liegend. Noch in den 70er Jahren des 20. Jhs. waren diese z. T. offen und für Kinder begehbar.

Es gibt 5 Portale, die geöffnet werden könnten, wenn Besitzer, Forstbehörde und die Jäger mitspielen.

 

 

Sulzfeld: Jägerspitz/Kruschhälden

 

Die Kruschhälde im Steinbruch Jägerspitz ist das wohl gewaltigste Einzel-Monument neben dem Paradies-Cairn bei Heilbronn und dem Bärenstein bei Horn-Bad-Meinberg. Gleich zwei interessante Ansatzpunkte bietet die hoch über dem Waldtal aufragende Frontseite des dreieckigen Bauwerks. Hinter Wällen, die den Blick zum Tal verbergen, erstreckt sich ein langer ebener Streifen vor dem Cairn. Hier führen zwei Abstiege, jeweils nicht weit von den beiden Ecken entfernt, nach unten und enden direkt auf der Frontseite des Cairns. Es müssen ursprünglich steile Treppen oder Rampen gewesen sein, die heute unter Schutt und Geröll nicht mehr auszumachen sind. Hier am Ende der verschütteten Treppen darf man die Portale vermuten.

 

 

Sulzfeld: Buchenbühel/Kruschälden

 

Das Langgrab im Steinbruch Buchenbühel ist wie die Rohrhälde in den Fels des Hanges hoch über dem Tal eingebettet. Ein möglicher Zugang ins Bauwerk könnte sich gleich vorne an seiner Schmalseite befunden haben. Der tiefe Hohlweg, an dessen Ende sich der Zugang befunden haben muss, wurde durch Aufschüttungen zur Zufahrt des links angrenzenden Steinbruchs umgestaltet. Daher dürfte das Portal heute verschüttet und eingeebnet sein.

 

 

Würzburg-Randersacker: Marsberg-Nekropole

 

Die Marsberg-Nekropole bietet drei gut begehbare Gänge, die aber, da ständig begehbar, auf den ersten Blick nichts an Funden hergeben. Allerdings ist in allen drei das ursprüngliche Bodenniveau noch nicht ausgegraben worden.

 

Am erfolgversprechendsten ist der Geise Gang I, da an seinem Ende die Decke sich stufenweise senkt und im Boden zwei gut erkennbare Stufen Hinweis auf eine verschüttete Treppe liefern, die parallel in die Tiefe führt. Hier könnte am Ende des Ganges eine völlig ungestörte Grabkammer entdeckt werden.

 

Die Uni Würzburg, die Eigentümer des Grundstücks ist, hat dies durch Berichterstattung über unsere Forschungen erfahren und das Gelände weiträumig mit Elektrozaun gesichert.

 

Im ganzen Areal des 1,3 km langen „Steinbruchs“ sind allerdings noch so viele Portale in den Seitenwänden der bis zu 250 m langen Cairns zu erwarten, dass eine endlich beginnende Forschung für Generationen mit Arbeit versorgt wäre. Der Vergleich mit der atemberaubenden Cerveteri-Nekropole im etruskischen Italien ist mehr als angebracht. Dort liefen die Grabungskampagnen über mehrere Jahrhunderte und brachten über tausend Bestattungen zutage.

 

 

Horn/Bad-Meinberg: Bärenstein

 

Hohe Erfolgsaussichten!

 

Das Bärenstein-Monument neben den Externsteinen ist wohl das beeindruckendste dieser Art überhaupt. Leider ist es völlig von Wald bewachsen, so dass kein umfassender Eindruck von dieser fünfstufigen Pyramide gewonnen werden kann. Zahlreiche Einbrüche und Senkungen auf der Kuppe des Bauwerks lassen die Schlussfolgerung zu, dass wohl die meisten, wenn nicht alle Hohlräume bzw. Grabkammern und -gänge eingebrochen sind.

Wann dieser flächenhafte Einsturz der Grabkammern geschah, lässt sich nur vermuten. Wenn aber derselbe Zeithorizont angenommen werden kann, in dem die Megalithbauwerke der Norddeutschen Tiefebene von einer katastrophalen Flut überschwemmt und die Steinkreise der Bretagne und Normandie im Meer versenkt wurden, könnten die verschütteten Hohlräume noch die originalen Bestattungen mit Beigaben enthalten. In dem Fall wäre ein Riesenschatz an Informationen aus unserer ältesten Zivilisationsgeschichte zu erwarten.

Völlig kontraproduktiv wäre hier die grobe Arbeit mit dem Bagger, was auch schon erwogen wurde. Es müssten neue Grabungstechniken entwickelt werden. Am aussichtsreichsten wäre, an den Einbruchstellen, die meist den genauen Verlauf der unterirdischen Gänge und Kammern andeuten, von oben das Material abzutragen, wobei die noch stehenden Wände der ursprünglichen Gänge und Kammern auf sensible Art aufgespürt und freigelegt werden müssen. An einer Einbruchstelle kann man sogar erkennen, dass die Decke der kreisförmigen Kammer einst in der Mitte von einer Säule getragen wurde.

 

 

Heilbronn: Paradies-Cairn beim Jägerhaus

 

Hohe Erfolgsaussichten!

 

Die rundum gut erhaltene Umfassungsmauer aus trocken gesetzten Sandsteinblöcken, die sicher längste Cairnmauer Europas, weist nur an der zur Straße gelegenen Frontseite des Monuments einen hohlwegartigen Einschnitt in die Bauwerksstufen auf, der abrupt an einer hoch aufragender Böschung endet. Er wird von mächtigen Wallstrukturen flankiert. Alles deutet daraufhin, dass es sich dabei um das monumentale Hauptportal am Cairn handelt.

 

Keine Anzeichen sind erkennbar, dass hier jemals gegraben wurde, denn der Einschnitt wirkt derart hoch mit Geröll und vmtl. Lehm verschüttet, dass auf einen ungestörten Eingang geschlossen werden kann: Der Boden der Vertiefung steigt an, obwohl in vergleichbaren Fällen Eingänge sich unter Bodenniveau befinden. Neueste Untersuchungen an den Zugängen zu den unterirdischen Grüften im Tal der Könige bei Luxor ergaben ebenfalls, dass eine gigantische Überflutung die Felseinschnitte mit Schlamm und Geröll zugespült hatte, so dass sie für niemanden mehr erkennbar waren.

 

Die Chance, hier auf eine ungestörte Königskammer zu stoßen, ist immens. Da es sich um das bis dato größte und besterhaltenste Cairn-Monument der Welt handelt, kann auf unvorstellbare Grabbeigaben spekuliert werden.

Die Paradies-Pyramide mit ihrem merkwürdigen Umriss, hier auf einer Karte, die topografische Details wiedergibt. Die Darstellung ist sehr vereinfachend. Man erkennt jedoch gut, dass im Norden die höchste Stufe zu finden ist., auch die Stufen im Süden sind angedeutet Gut erkennbar die merkwürdige Einbuchtung als zentrales Element der Pyramide. Der Portaleinschnitt ist nicht eingezeichnet, befindet sich aber im Südwesten, etwa dort, wo der Beginn des Wanderwegs eingezeichnet ist.

Zuletzt geändert: 01.10.2009, 19:20:51