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K. Walter Haug, Walzbachtal

"Autoritätsduselei ist der größte Feind der Wahrheit" (Albert Einstein)

Europäische Stufenpyramiden und Megalith-Monumente in Süddeutschland

 

 

Epochale Entdeckungen wurden gemacht, in Frankreich, Schottland, Irland... Cairns (Megalithische Stufenpyramiden)

 

Französische Archäologen erklären sie für baugleich mit den Stufenpyramiden in Saqqara. Schon seit 1954 erforscht und rekonstruiert man nun diese imposanten Monumente aus der Vorgeschichte des Kontinents. Seit 1990 kennt man sie auch in Deutschland. Nur - staatliche Archäologen nehmen sie nicht ins Visier, nein, im Gegenteil, sie werden in ihrer Existenz bestritten.

Das Startbild mit der kleinen Fotogalerie von Cairns und Gangportalen oben zeigt eine Auswahl der langgestreckten, teilweise mehrere hundert Meter langen Megalith-Monumente, die in Süddeutschland gefunden wurden und die man in ihrer rechteckigen Form gut mit den Hünenbetten und Longabarrows Nordeuropas vergleichen kann. Wie man unten sieht, besitzen sie wie diese Gangöffnungen, sogenannte Portale bzw. megalithische Dolmen, manche leicht betretbar, die meisten noch verschüttet oder abgetragen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Marsberg bei Würzburg-Randersacker kann man gewaltige, bis zu 250 m lange und aus tonnenschweren Felsquadern bestehende Langgräber besichtigen und mit Ortskenntnis auch drei begehbare Portale. Ihre an neolithische Langhäuser erinnernde Form macht sie zu typischen Grabmonumenten der Megalithkultur Europas. Auf dem benachbarten Sonnenstuhl wurde eine Allée couverte in den Berghang hinein gebaut. Die Rückwand des Monuments besteht aus großen Felsplatten und kleinteiligen Bruchsteinen, alles trocken gemauert und in der typischen Bauweise der Megalithik zusammengefügt. Die Mauern erinnern an die neolithischen Tempel Maltas.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Cairns, die man in der Bretagne, in Schottland, England, Irland u.s.w. fand, sind klein im Verhältnis zu unseren Monumenten. Zum Höhenvergleich eignen sich die Pkws und Bäume auf den Fotos. Als größtes Megalithmonument Europas galt bislang der Cairn St. Michel bei Carnac mit 10 m Höhe, 60 m Breite und 125 m Länge. Solche Formate sind hierzulande die Regel.

Das Vorkommen von Cairns im ganzen Mittelgebirge ist so zahlreich, sicher mehrere hundert, dass wir genaue Zahlen gar nicht nennen können. Unsere besitzen Treppen (unten zu sehen) und z. T. gewaltige Rampen (Paradies-Monument Heilbronn), welche die Stufen miteinander verbinden. Gerade dieses Monument stellt mit seinen 440 m Länge alles Bekannte in den Schatten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es gibt sogar ein Bauwerk mit rechteckigen Grabkammergrundmauern und Gängen auf drei Stockwerken übereinander, der hohe und steile Cairn im Burgstall von Freudenstein. Wir fanden Opferaltäre, Sarkophage, Menhire, Kultstelen, einen Krönungsstein, einen Kultbrunnen...

 

Es dürften aber weitaus größere Monumente bei uns entstanden sein, wofür die Drei Kaiserberge im Logo stehen. Diese "Zeugenberge" besitzen Symmetrieachsen und exakte, vom Erdumfang abgeleitete Abstände. Der Geologe Anton Hegele verwies im Streitgespräch mit dem Architekten Reinhard Gunst darauf, dass die Geologie dieser drei frei stehenden Berge sich nicht von den Bergketten der Alb unterscheidet (Geislinger Zeitung vom 2.11.2013).

Gunst konnte allerdings deren Entstehungsweise auch nicht erklären. Hatte er doch seine Informationen schon 2011 hier von dieser Webseite gesogen und zur Basis eigener astronomisch-geomantischer Überlegungen gemacht, die in diverse Zeitungsartikel und sein Büchlein einflossen. Große Mühe gab er sich, alle Spuren zu dieser Homepage und seinem Verfasser zu verschleiern. So gewappnet ließ er sich als den großen Entdecker feiern, ohne mich auch nur einmal zu zitieren oder namentlich zu erwähnen.

Eine überzeugende Erklärung für das Entstehen von Zeugenbergen konnte selbst der Geologe nicht geben. Das Wasser sei schuld, als Urmeer und als Verursacher der Erosion. Geologen vergleichen die Entstehung der Zeugenberge dann gern mit den Felstürmen der Wüste von Arizona. Doch solche haben wir auch im Elbsandsteingebirge, 100 % identisch, und diese nackten Felsen lassen sich mit den Zeugenbergen überhaupt nicht vergleichen.

Alles deutet auf eine künstliche Entstehung. Als einzige in Frage kommt eine solche aus dem Abbau von Brauneisenerz am Albtrauf, und das wirft ein völlig neues Licht auf die Kultur der Kelten. Das Exportvolumen ihres in der antiken Welt heiß begehrten Eisens wird bis dato völlig unterschätzt. Die Archäologie spricht vom "keltischen Ruhrgebiet" bei Berching-Pollanten, aber letztendlich dürfte dies den ganzen Albtrauf umfasst haben, wofür noch mittelalterliche Eisenerzverhüttung in dieser Gebirgszone spricht. Auch das legendäre "Norische Eisen" war viel wahrscheinlicher ein Sammelbegriff für Erz aus dem keltischen Norden, dem alpinen Raum und insbesondere dem Albtrauf im allgemeinen. Noch heute entstehen beim oberflächennahen Eisenabbau in Erzberg, Steiermark berghohe pyramidenartige Formationen. Tatsächlich besteht nördlich der Alb ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen archäologisch nachweisbarer keltischer Eisenerzverhüttung und dem Vorkommen von Zeugenbergen. Die werden aber z. T. als keltische Oppida und bronzezeitliche Höhensiedlungen gedeutet.

Folglich hat man bestimmte natürliche Berge ausgesucht, deren Flanken abbautechnisch abgetragen und damit in die gewünschte Form gebracht. Als Nebenprodukt der Eisengewinnung erhielt man freistehende und hochaufragende Zeugenberge. Dies kann man vor allem beim Ipf und dem Goldberg nachweisen. Diese Bergstümpfe wurden dann durch Trockenmauerwerk künstlich erhöht. Deshalb zeigen Zeugenberge im Kern dieselbe geologische Schichtung wie benachbarte Berge. Beim Verfolgen der Erzadern ins Berginnere waren die späteren Grabgänge und -kammern automatisch entstanden. Diese konnten dann von den regierenden Königen wie geplant als unterirdischer Teil der Grabmonumente genutzt werden.

Der großflächige oberflächennahe Abbau von Brauneisen am Albtrauf erklärt überhaupt die zahlreichen Steinbrüche mit ihren zahllosen Cairns. Nur damit waren Werkzeuge wie Hämmer, Meißel, Hacken, Pickel und Brechstangen zu schmieden, ohne die diese immense Arbeit gar nicht möglich gewesen wäre. Wenn die keltische Kultur tatsächlich ein ganzes Jahrtausend bestand, wie die bayerische Archäologie postuliert, dann könnten auch ganze Hügelketten zwischen den Zeugenbergen im Laufe der Zeit planiert worden sein.

Aus real-chronologischer Sicht spricht also alles dafür, dass hier im Ländle, aus der technologischen Entwicklung heraus, der Prototyp aller Pyramiden auf der Welt entstand. Und das hier geförderte Eisen wurde vmtl. auch dazu benutzt, um die Pyramiden Ägyptens mittels Eisenwerkzeugen zu erbauen, was auch schon Herodot erwähnt, eingedenk der Tatsache, dass es größere Eisenerzvorkommen in Ägypten nie gab. Denn das Kupfer für ihre Bronzeherstellung kam aus dem Erzgebirge, wie der Archäologe John Dayton in seinem 1978 erschienenen Buch mit physikalischen Methoden beweisen konnte. Was lag da näher, als über die schon genutzte Handelsroute auch Eisen zu transportieren?

 

Die Entdeckungsreise in unsere völlig übersehene Hochkultur führt zu Stufenpyramiden und den größten Monumenten Europas aus prähistorischer Zeit. Unsere Monumente sind nicht aus der Welt zu schaffen. Zwar überwuchert die Natur nun wieder die in Jahren und Jahrzehnten mühsam ausgegrabenen Mauern und Stufen der Cairns und mancher Archäo-Bürokrat hofft, dass sie für immer vergessen würden, aber das Internet vergisst nicht. Wir Bürger können dazu beitragen, dass noch viel mehr ans Licht kommt.

 

 

Cairn-Forschung in Deutschland ist immer noch Bürgersache. Staatliche Archäologen leben in ihrer bürokratischen Parallelwelt und sind für Innovationen nicht empfänglich, so die leidvolle Erfahrung desillusionierter Bürger-Archäologen während ganzer Jahrzehnte. Wir Bürger haben keinen Ansprechpartner beim LAD BW, der sich mit der Materie Cairns auskennt, nur einen Zuständigen, der die Kompetenz engagierter Menschen negiert und die Fakten mit lächerlichen Schutzbehauptungen ignoriert. In angelsächsischen Ländern werden "Citizen-Scientists" von akademischen Wissenschaftlern respektiert. Hier bekommt man nicht einmal die Chance, seine Forschungen in Fachzeitschriften zu veröffentlichen. Übellaunige Akademiker bei Wikipedia zensieren jeden Versuch einer Veröffentlichung auf rabiate Weise. Mein 2001 publiziertes Buch, das ich den Ämtern in Stuttgart und Karlsruhe sandte und das alle wichtigen Infos zur Cairn-Architektur enthält, wurde offenbar bis heute nicht gelesen, denn anders lässt sich die völlige Ahnungslosigkeit bzgl. dieser prähistorischen Architekturgattung nicht erklären. Die Gutachten müssten ganz anders lauten, wenn auch nur ein Funken Wissen darüber im Amt vorhanden wäre. Als wir mit unserer Homepage 2010 am 29. Landespreis für Heimatforschung Baden-Württemberg teilnahmen und die daran beteiligten Akademiker unsere jahrzehntelangen Forschungen beurteilen lassen wollten, waren diese ihnen nicht einmal ein Trostpreis wert.

Als Bürger-Archäologe hat der Betreiber dieser Webseite und seine Mitstreiter seit 1990 rund 20 Cairn-Dolmen und Ganggräber der Megalithepoche in Süddeutschland entdeckt (oben einige zu sehen), die offiziell gar nicht existieren dürfen, da BW und BAY weitgehend als megalithfrei gelten. Diese können und müssen lt. Gesetz von staatlichen Archäologen erforscht werden, uns Bürgern ist es unter Strafandrohung verboten. Das wird aber nicht getan (Stand November 2016). Ein beispielloser Skandal! Selbstverständlich übernimmt in anderen Ländern Europas der Staat die Verantwortung für seine Monumente, kann man doch stolz darauf sein.

Dass wir wegen des Grabungsverbots in Grabkammern nur wenige antik datierbare Lesefunde vorweisen können, wird uns zum Vorwurf gemacht, nicht den Arbeitsverweigerern in den Ämtern. In den Gängen und Kammern sind sicher Grabfunde zu machen. Was also hindert die Archäologen? Und überhaupt, zählen die überall auffindbaren Cairns mit ihren typischen Stufenmauern und Gangportalen denn gar nichts? Die sind doch genauso wie jede Scherbe vergleichbar und damit zu datieren. Der Archäologe, der das nicht macht, offenbart, dass er von der höchst bedeutsamen Architekturentwicklung in der Vorgeschichte Europas überhaupt nichts weiß und macht sich zum Gespött seiner Kollegen international. So ein krasses Armutszeugniss der deutschen Archäologie hatte ich nie für möglich gehalten. Stand sie doch in sehr gutem Ruf, ist immer noch überall in der Welt präsent, kompetent und höchst erfolgreich. Doch wenn es um die eigenen Monumente geht, versagt sie jämmerlich. Wenn´s dabei bliebe, denn wenn man auf diesen Missstand aufmerksam macht, wird man ganz unfair diskreditiert und diffamiert. Junge Menschen haben, angewidert von dieser Fortschrittsfeindlichkeit und dem Dogmatismus ihr Archäologiestudium aufgegeben, andere aus Trotz eines begonnen. So kann man doch hoffen, dass sich irgendetwas in der Zukunft bewegt.

 

Da die Monumente in Steinbrüchen entdeckt wurden, halten die nicht besonders gut informierten Provinzial-Archäologen sie für nicht plausibel. Aber ganze Felsnekropolen in Steinbrüchen, die Ausdehnungen von mehr als einem Kilometer haben, in Italien (Cerveteri) und Ägypten (Gebel es-Silsila) kennen sie offenbar nicht, die gibt es aber auch bei uns, z. B. auf dem Marsberg bei Würzburg-Randersacker. Und in der Schweiz im Emmental gibt es, was wir dank Maurice Gernhälter wissen, die unglaublichsten Felsnekropolen und -heiligtümer überhaupt, noch kolossaler als in Ägypten, natürlich als profane Steinbrüche missdeutet.

 

Viele interessierte Bürger sind erschüttert, dass absolut nichts von staatlicher Seite zur Erforschung dieser archäologischen Sensation beigetragen wird. Wo landen ihre Steuergelder? In Karthago, Troja, Sechin Alto... Warum nicht in Sternenfels, Schmie, Randersacker, Springe an der Deister...? Deshalb organisierten sich etliche in der IG Pyramide Sternenfels, um die Sache selbst in die Hand zu nehmen, was einige anonyme Archäologen so anstößig fanden, dass sie uns im Internet als national und völkisch diffamierten, obwohl unsere Entdeckungen nur dank der jahrzehntelangen Vorarbeit europäischer Archäologen gemacht werden konnten und wir die Kelten mit ihrer europaweiten Kultur als die eigentlichen Cairn- und Pyramidenbauer sehen. Wenn man jemand nationales Denken vorwerfen kann, dann der deutschen Archäologie, die nicht fähig ist, über den Tellerrand der Staatsgrenzen, ja nicht einmal über die Ländergrenzen ihrer Zuständigkeit hinauszusehen und die Entwicklungen dort zur Kenntnis zu nehmen. Die wenigsten Fachleute hierzulande wissen überhaupt Bescheid, welch bedeutende Entdeckungen in Frankreich, Großbritannien u.s.w. gemacht wurden. Und man fragt sich mit Recht, wie gut es mit der Intelligenz dieser Studierten bestellt ist, wenn sie eine Abraumhalde nicht von einem gemauerten Bauwerk der Vorgeschichte unterscheiden können.

 

Wie unwirsch etablierte Akademiker auf unorthodoe Entdeckungen reagieren, konnte der Autor bei einer Diskussion auf dem Archäologen-Forum www.arch.de im Sommer 2015 erleben. Vom ganz hohen Ross der akademischen Wissenschaft herab wurde er konsequent auf wirklich hässliche Weise abgekanzelt. Da wurde nicht einmal versucht, den Eindruck zu erwecken, sich um die Fakten und Argumente zu scheren, die wir auf dieser Homepage vorbringen. Man war wohl einfach zu bequem, sich mit diesen überhaupt auseinander zu setzen. Also wirklich - ekelhafter geht es nicht mehr.

Diejenigen, die vielleicht Toleranz oder gar Sympathie hegten, meldeten sich überhaupt erst gar nicht zu Wort, wohl aus Angst, von den geifernden Platzhirschen selbst zum Ziel gemacht zu werden, da sie ja den widerspruchsfreien Koprsgeist verletzt hatten, eine ganz große Sünde in unserer völlig von der Realität abgeschotteten akademischen Welt. Von Insidern, Doktoren der Archäologie, jetzt gekündigt oder in Pension, habe ich all dies bestätigt bekommen. Die Angst vor Mobbing und der Entlassung aus diesen Spitzenpositionen der Gesellschaft lässt jede Kritik an der herrschenden Lehrmeinung im Ansatz verstummen.

 

Eine rühmliche Ausnahme war da

Prof. PD Mag. Dr. Raimund KARL FSA FSAScot MCIfA Athro mewn Archaeoleg a Threftadaeth /

Professor of Archaeology and Heritage, Prifysgol Bangor University Adran Hanes, Hanes Cymru ac Archaeoleg / School of History, Welsh History and Archaeology, Bangor, United Kingdom.

Der aus Österreich stammende schrieb in seiner E-Mail vom 2. Sep. 2015 mit „gebührendem Respekt und mit der durchaus für Ihren Idealismus und Einsatz gebührenden Achtung“:

 

„Sie haben auch bis zu einem gewissen Grad meine Sympathie dafür, dass Sie sich durch die archäologische Fachwelt verletzt und respektlos behandelt fühlen und sich daher eventuell berechtigt fühlen, in gleicher Weise wie Sie sich selbst behandelt fühlen, zurückzuschlagen...

Etwas, was man sich als Hobby ausgesucht hat, unentgeltlich und unter Aufwand eigener Mittel zu machen ist zwar löblich, insbesondere wenn man dafür oft Spott und Hohn von jenen erntet, denen man durch seine freiwillige Arbeit helfen will (oder wenigstens einmal helfen wollte), aber nichts Besonderes... „

Ich denke, das ist schon etwas Besonderes, wenn man auf eine bürgerliche Karriere verzichtet und sie für eine wirklich erfüllende Lebensaufgabe opfert. Auch wenn man dafür, wie 6 Mio. andere Deutsche, mit den Almosen und Demütigungen des Staates abgespeist wird. Wenn man also mit sehr wenig Geld, das man sich mühsam abknappst, diese Art von Forschung betreibt und die Forschungsergebnisse mit lausigem technischen Equipment auf einer mühsam gestalteten Homepage veröffentlicht, dann ist das doch wohl eine besondere Würdigung wert.

Doch weiter mit dem Statement des Professors:

„Und ich bin auch der Erste, der Ihnen zugesteht, dass die archäologische Fachwelt im Umgang mit begeisterten Hobbyarchäologen in den letzten Jahrzehnten viele unnötige und leicht vermeidbare Fehler begangen hat und interessierten Bürgern wie Ihnen vielleicht nicht den Respekt entgegengebracht hat, den ihr Einsatz verdienen würde...

Es gibt zweifellos zahllose, verdiente und enorm idealistische Hobbyarchäologen, die sich seit Jahrzehnten um die Archäologie mit unendlichem Eifer angenommen haben, und ich bin nicht nur der Erste, der das anzuerkennen bereit ist, sondern auch eine der lautesten Stimmen im deutschen Sprachraum (und nicht nur in diesem), die sich dafür einsetzt, dass Hobbyarchäologen wie Sie respektvoll behandelt und in ihren Bemühungen unterstützt werden. Ich bin auch eine der lautesten Stimmen, die sagt, dass viele archäologische Tätigkeiten nicht nur Hobbyarchäologen wie Ihnen geöffnet werden sollten, sondern viele dieser archäologischen Tätigkeiten auch keineswegs ein jahrelanges Studium erfordern, damit man sie so gut erledigen kann, dass es keine Probleme mit der Weiterverwertbarkeit der so erzeugten Daten oder Ergebnisse braucht.

Dennoch gibt es Archäologiestudien nicht grundlos, denn nicht alle archäologische Tätigkeiten kann sich jeder Mal so im Vorübergehen selbst beibringen, sondern die muss man ordentlich gelehrt bekommen, dann wiederholt in der geschätzten Werkstätte Universität üben, und erst wenn man entsprechend nachgewiesen hat, das man sie kann, auch selbstständig machen...

Dieser Nachweis muss meiner Meinung nach nicht unbedingt in Form eines Universitätsabschlusses erfolgen, es kann dazu auch durchaus andere Wege geben. Dennoch, der Nachweis ist sinnvoll und notwendig, damit man sich halbwegs darauf verlassen kann, dass die Ergebnisse der Arbeit der Person auch tatsächlich die Standards erreicht, die man von einer professionellen Arbeit erwarten würde...

Dass diese professionelle Arbeit auch tatsächlich von professionellen Archäologen geleistet wird ist gesellschaftlich gewollt...“

 

Wirklich? Will die Gesellschaft, dass völlig abgehobenen und in völlig überkommenen Vorstellungswelten befangenen Akademikern die Verantwortung überlassen wird, wenn diese nicht die geringsten Anstalten machen, erfolgversprechenden Hinweisen aus der Bürgerschaft nachzugehen, etwa weil diese ihren eingeübten Vorstellungen widersprechen?

Ansonsten kann der Angesprochene mit dieser wohlmeinenden Ansprache ganz gut leben, wäre sie nicht völlig folgenlos. KARL hat sich ja nicht bemüht, einen schönen Eindruck zu vermitteln von Zuständen, die einfach nicht haltbar sind. Denn, wie er freimütig ausführt, sind die Verhältnisse tatsächlich ganz andere. KARL gehört ja wirklich noch zu den Gutmütigen und Klugen, nicht zu den Gegenteiligen, die in dieser und allen Diskussionen das Wort an sich reißen und die anderen einschüchtern mit ihrem Dominanzgehabe. Doch leider akzeptieren wir die fürchterlichen Zustände, ducken uns weg, sind einfach konfliktscheu - so auch KARL, der mich am Ende aus der Diskussionrunde hinauswarf. Auf diese Weise kann eine positive Entwicklung nie in Gang kommen.

Und ist gesellschaftlicher Konsens überhaupt möglich? Einige Archäologen auf arch.de entblödeten sich nicht, mich des Herrenmenschentums zu bezichtigen, einfach absurd angesichts meiner persönlichen und Familien-Vita. Die sollten sich mal selbst an die Nase fassen. Welch ein bizarrer Witz, wenn man sieht, wie unsere Forschungen bis auf den heutigen Tag unter dieser elitären Gattung leidet, unter ihrer unsäglichen Arroganz und Verlogenheit. Aber wer absolut keine Argumente hat, schreckt auch vor Rufmord nicht zurück. Was hat das noch mit Wissenschaft zu tun?

 

Ich gestehe, keine entsprechende Ausbildung als Grabungstechniker absolviert zu haben, denn das ist die Qualifikation, von der der Professor spricht. Es wurde mir vom Amt, auch auf Anfrage, nie angeboten, eine Unterweisung als ehrenamtlicher Helfer zu bekommen. Die bequeme Feld-Stadt-und-Wiesen-Archäologie mit penibel gerasterten Lageplänen der Funde, die in Deutschland meistens betrieben wird, war bei unserer Ausgrabung in Sternenfels einfach nicht möglich, hatten wir es doch mit hunderten Tonnen von Sandsteinquadern und Bruchsteinen, den Bauwerkstrümmern zu tun, die der Bagger erst einmal abräumen musste, um zu den Umfassungsmauern des Monuments vorzustoßen. Funde außerhalb der Mauern waren eh nicht zu erwarten, da hier schon vor Jahrzehnten Planierraupen den Müll eines Jahrhunderts samt archäologisch interessanter Schichten hinaus befördert hatten. Die penible Detailarbeit haben wir unter solchen Umständen erst gar nicht versucht zu machen, dafür sind wirklich die Grabungsspezialisten da. Was ich und mancher Mitstreiter aber kann ist, Relikte der Vorgeschichte, insbesondere Grabarchitekturen, zu erkennen. Dafür hat mich u. a. auch mein kunsthistorisches Studium zum Kunstlehrer qualifiziert. Was wir als Bürgerinitiative geleistet haben war Pionierarbeit, das Freilegen von Monumentmauern und Gangöffnungen, die nur darauf warten, fachmännisch erkundet zu werden, die enorme Vorarbeit für zukünftige aufgeschlossenere Generationen von Archäologen. Wir haben großflächig einen Roten Teppich ausgebreitet, den die Archäologen nur noch begehen müssen...

Doch werden sie das je tun? Da bleibt nur Hoffen und Bangen. Seit 1990 wurde von Seiten der Zuständigen nicht eine einzige Minute in tatsächliche Grabungsarbeit auch nur eines Grabgangs investiert. Stattdessen sollen wir Bürger, wenn es nach KARL geht, nun auch noch einen freien Archäologen bezahlen, diese Arbeit zu erledigen. Zu solchen Zuständen führt die Neoliberalisierung in letzter Konsequenz. Zu was bezahlt der Bürger seine Steuern, wenn die Bezahlten nicht einmal gewillt sind, eine Sensation wie die eigene Hochkultur zu erforschen? Da dreht es einen nur noch den Magen um vor Ärger.

Der offensichtlich nicht wirklich an archäologischen Innovationen interessierte Professor war sich zunächst noch unschlüssig, ob er unsere Cairns für „real oder imaginiert“ halten sollte. Als ich dann aber auf weitere Teilnahme an der Diskussion beharrte, gab er ein finales Gutachten ab, wohlgemerkt vom fernen Königreich England aus und ohne jemals einen unserer Cairns und Gänge in Augenschein genommen zu haben. Es würde sich um keine "clear cairns" handeln. Wenn ein Arzt solch eine Ferndiagnose machen würde... Sein Schwerpunkt liegt zudem in der Siedlungsarchäologie und altkeltischen Sozialforschung, wo man im allgemeien nichts mit Cairns zu tun hat.

Ich gehe dennoch mal davon aus, dass er in Wales. wo er lehrt, einen oder alle der prähistorischen Grabbauten zu Gesicht bekommen hat. Was in der Bretagne oder Schottland allgemein als Cairn oder Tumulus bezeichnet wird, unterscheidet der Waliser in Chambered Tomb, Cotswold/Severe Tomb und Passage Grave. Als clear Cairns bezeichnet werden nur wenige relativ kleine Steinhaufen über Steinkisten, die man in die Bronzezeit datiert. Walisische Grabmonumente haben dagegen manchmal sehr große, bis zu 40 Tonnen schwere Decksteine, die hier bis jetzt noch nicht festgestellt werden konnten, überwiegend aber kleiner formatierte Deckplatten wie hier. Vergleicht man die größeren Monumente besteht dennoch klare Übereinstimmung der meisten Gänge, die keiner bestreiten kann, z. B. der Chambered Tomb Bryn Celli Ddu bei Anglesey mit unserem Gang Geise I auf dem Marsberg bei Randersacker. Die Architektur ist 100%ig identisch. Insbesondere die Verwendung von Bruchsteinmauerwerk und großen Felsplatten für die Gangwände stimmt exakt überein.

 

links Gang Geise I Marsberg Randersacker, rechts Bryn Celli Ddu (~2000 v. Chr.)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf den folgenden Seiten findet der Leser zahlreiche Vergleiche von Grabgängen und Grabbauten, die eindeutig datiert sind.

Was die Baukörper betrifft, so haben wir nie einen Hehl daraus gemacht, dass unsere auch Ähnlichkeiten zu etruskischen Tumuli zeigen, insbesondere was die Langcairns in Randersacker betrifft, um die es in der Diskussion ging und deren Fassaden z. T. aus vergleichbar großen rechteckigen Steinquadern perfekt zusammengefügt sind. Die französischen Archäologen verwenden auch oft das Wort Tumulus für ihre Cairns, um auf die architektonische Verwandtschaft mit etruskischen Grabbauten hinzuweisen.

Ein ganz klarer Cairn ist in der Sommerhälde von Kürnbach zu besichtigen, denn er ist wie der Cairn von Barnenez aus einem Primär- und Sekundär-Cairn zusammengesetzt, die auch verschieden hoch sind, und er besitzt eine L-förmige Grabkammer wie die Cairns im Morbihan. Eine größere Ähnlichkeit ist kaum vorstellbar. Doch das beschäftigt die Archäologen in BW nicht im geringsten. Ignoranz ist ein Euphemismus angesichts dieser Wissenschafts-Vergessenheit.

Es darf eben einfach nichts geben, was jenseits der völlig antiquierten Lehrmeinung Aufmerksamkeit und Zuwendung beansprucht.

Eine Wissenschaftsnation wie Deutschland aber muss doch willens und fähig sein, den vollen Umfang seiner zivilisatorischen Entwicklung zu erfassen und zu erforschen.

Es muss nur der Professor einer Universität oder Fachhochschule oder seine Studenten die Initiative ergreifen, dann finden sich auch sehr schnell die finanziellen Mittel aus diversen Töpfen. Sind wir nicht in der Lage, das große Europa-Projekt der gemeinsamen keltischen Kultur zu stemmen und damit zweifellos wichtige Impulse an die Nationen der Gemeinschaft zu geben, kulturelle Impulse, die zur Identitätsstiftung des gemeinsamen Hauses Europa wesentlich beitragen können?

 

 

 

Die Ausgrabungen an der Zwerchhälde von Sternenfels 2011 - 2013

 

Geophysiker der Uni Karlsruhe hatten 2004 bis 2006 die Cairns östlich von Bretten geoelektrisch durchleuchtet und dabei in der Zwerchhälde von Sternenfels einen zentralen Hohlraum von 5 m Höhe entdeckt.

Die Ausgrabungen der Jahre 2011 bis 2013 an diesem gewaltigen Cairn von B 60 x L 80 x H 23 m brachten neben den Treppen und Hinweisen auf zugemauerte und noch verschüttete Portale weitere eindeutige Relikte aus der Megalithepoche Europas an den Tag - eine Sensation, die normalerweise alle Schlagzeilen der Republik füllen müsste. Aber in Deutschland darf es so etwas nicht geben. Die Betonmauer des etablierten Denkens verhindert die republikweite Inkenntnissetzung der Bevölkerung. Hier die

 

Grabungsreports: GR 5/2013, GR 9/2012, GR 6/2012, Fischgrätenmuster, Brunnenheiligtum

 

Videos: von Waldemar Zimmermann 2011, 2012, 2011+2012, 2013

 

Interviews: von Michael Keck mit Mike Amesbury, von ExtremeNews mit Manuel Schmidt

 

 

Es fällt schwer, Worte zu finden für so ein ereignisreiches Projekt, das solch große Erfolge brachte, das aber auch so enttäuschend endete. Es waren ganz besonders tatkräftige Menschen mit hoher Einsatzbereitschaft (Unternehmer, Spitzensportler...), die sich zusammenfanden und mit hohem finanziellen und körperlichen Einsatz die Forschungsarbeit voranbrachten.

Es gilt unser aller Dank dem besten Bagger-Archäologen der Welt, Walter Nuber.

Ohne den ideellen Einsatz von Lothar Wittig, Falk Welker, Dr. Patulla, Markus Herdegen, Marius Wittig, Marc Laboranowitsch, Manfred Netz, Ned Ajdini und vielen anderen wäre gar nichts gegangen.

Großen Dank an Waldemar Zimmermann und Jochen Herzog für ihr Dokumentationen. Und ich hätte nie für möglich gehalten, dass eine strahlende Schönheit wie Tatjana Rotkopf freiwillig so eine Schwerstarbeit übernimmt. Mit ihr ging die höchst strapaziöse Ausgrabung des Kultbrunnens wie von selbst.

Wir hatten gehofft, gleich auf einen Zugang zu stoßen. Stattdessen fanden wir im Laufe der Grabungen nun insgesamt vier Treppen, alle trocken aus Steinen gesetzt wie die älteste Architektur der Welt. Wir stießen auf Relikte, die wir nie erwartet hatten, Fassaden und Bauwerksmauern, sehr gut erhalten oder brachial zusammengestürzt, oft noch in Versturzlage liegend. Viele bis dahin noch unbekannte Architekturdetails kamen zum Vorschein, so z. B. betont spitze nach innen gewendete Ecken, wo Wände im rechten Winkel zusammentreffen, Parements an der Basis von Mauern, wie man sie nur an Cairns antrifft und mmer wieder die für Cairns typischen Strebemauern, deren stufenförmige Anordnung gerade am Anbau uns Rätsel aufgibt.

Das Vorhaben war an seine Grenzen gelangt, als wir auf die breite Treppe stießen, die genau in der Verlängerung des langen Zugangs am Bauwerk entlang führt. Sie endet abrupt an einem wuchtigen Anbau aus gemauerten Bruchsteinen. Hier stehen wir ganz offensichtlich vor dem repräsentativen Haupteingang des Monuments, der aber hermetisch verschlossen wurde (s.u.). Solche Barriereanbauten besitzen auch der Stuifen, die Mondpyramide von Visocko und der Teck bei Kirchheim.

Wir hätten natürlich die Blockademauern einreißen können und die Treppenstufen weiter verfolgen, was technisch leicht möglich ist, aber diese Aktion konnten wir nicht verantworten. Ein Bauhistoriker, bewandert in Cairn-Architektur, müsste m. E. diese Arbeit übernehmen und jeden Arbeitsschritt getreulich dokumentieren. Wir wären als Frevler dagestanden, hätten wir dieses bauhistorisch einmalige Bauwerk einfach zerstört. Auch ein Eindringen von oben mit dem Bagger war nicht gut möglich, die Baggerschaufel reichte nicht so tief, wir hätten mehr zerstören können, als uns lieb ist. Das Bohren nach einem Hohlraum, wie ein Wünschelrutengänger an einer gewissen Stelle anregte, schien mir unlogisch und wenig aussichtsreich. Die Hauptkammer, die uns geoelektrisch angezeigt wurde, liegt weit davon entfernt.

Die Wendeltreppe, die wir ca. 30 m südlich fanden, war da schon erfolgversprechender. Unmittelbar dahinter war ein langer Gang gemessen worden. Und die Treppe muss ja irgendwohin führen, also logischerweise in diesen Gang. Die harte Arbeit mit Spaten und Hacke machte große Fortschritte und wir fanden einen Knick in der Außenfassade, der wohl zu diesem Eingang ins Bauwerk führt. Aber darüber kam es zum Streit. Auf welche Treppe sollten wir uns konzentrieren? Und als die Brunnentreppe ihrem Entdecker auch noch so wichtig schien, sie ins Wasser hinein zu verfolgen und dabei die kunstvoll verankerten Kultstelen dafür zu opfern, lief alles aus dem Ruder.

Wir waren dabei, Grenzen zu überschreiten, die durch unsere fehlende Sachkompetenz nun einmal gezogen sind. Mein Versprechen an Dr. Biel, Funde „in situ“ zu lassen und für die Archäologen und Grabungstechniker zu reservieren, war in Gefahr, gebrochen zu werden.

Es können nur ausgewiesene Experten verantwortungsvoll diese Ansätze weiter verfolgen. Doch wir fragen uns, ob die in Baden-Württemberg einfach so abrufbar sind. Es gibt hierzulande überhaupt keine Erfahrung der Ämter und Akademien im Ausgraben von Cairns und ihren Dolmen.

Und vor allem, das LDA BW macht überhaupt keine Anstalten, diese Verantwortung zu übernehmen. Am Ende kam Dr. Wieland vom LDA Karlsruhe und hatte wie immer Betonklappen vor den Augen, unfähig seine Chancen zu erkennen. So blieb uns der Durchbruch verwehrt.

Doch werden wir diese wundervolle Zeit nie vergessen. Wir kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus, was unsere Arbeit da an´s Licht brachte. Deshalb gab es nach der harten Tagesmühe immer was zu feiern. Und wenn Yvonne mit ihren virulenten Töchtern kam, schien es, als würde die Sonne über dem Felskessel aufgehen.

Unser Projekt hat gezeigt, zu was Bürger fähig sind, wenn der Staat versagt. Es könnte ein Model für zukünftige Ausgrabungen von Cairns sein. Wenn die Ämter immer weniger in der Lage sind, diese Arbeit zu leisten, warten engagierte und begeisterte Menschen nur darauf. Doch sollten sie nicht so allein gelassen werden wie wir.

Die Zwerchhälde von Sternenfels ist das best erforschte Monument aus der Megalithepoche Süddeutschlands, und es sollte auch weiter erforscht werden. Nirgendwo ist die Cairn-Forschung so nah an Grabkammern, die aller Wahrscheinlichkeit nach ungestört sein werden. Alle, die sich für unsere völlig verkannte Vorgeschichte interessieren, sind aufgerufen, Mittel und Wege dafür zu finden.

 

Wie schafft die deutsche Cairn-Forschung den Durchbruch?

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Leidvolle Erfahrungen mit dem LAD BW

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Die Stufenpyramiden der Mittelgebirge

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Die Ideologie-Frage

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Die Formen der Cairns und Stufenpyramiden sind sehr vielfältig. Es gibt nicht nur rechteckige. So wie die Drei Kaiserberge mit ihren Umrissen die drei Grundformen der Geometrie verkörpern, den Kreis, das Rechteck und das Dreieck, so gibt es auch polygonale Formen, ja selbst die Form eines Stierkopfs wurde nachgeahmt (Buchenberg bei Rocksdorf), ähnlich den Gigantengräbern auf Sardinien, wobei jedes dreieckige Monument im Endeffekt diese höchste Gottheit in Tiergestalt versinnbildlichen sollte (Man denke nur an Zeus und wie oft er sich in einen Stier verwandelte).

 

In Frankreich wurde eine ovale Stufenpyramide rekonstruiert, der Cairn von Dissignac in der Bretagne (links zu sehen).

In fast identischer Form gab es einen solchen Cairn noch im 18. Jh. im Stadtgebiet von Würzburg an der Ebertsklinge zwischen Franz-Stadlmayer-Straße und Keesburgstraße, heute bewaldet (rechts zum Vergleich).

Würzburg war offenbar schon in der Megalith-Epoche ein Zentrum der Hochkultur, denn Zeichner des 18. Jahrhunderts konnten noch die alten Stufenpyramiden und Fels-Nekropolen vor ihrer Zerstörung durch Steinbrucharbeit aufzeichnen. Deren Überbleibsel liegen heute im Stadtgebiet, sind zugeschüttet und überbaut. In der Vogelperspektive zeigt uns der Zeichner ein nahezu vollständig erhaltenes Stufenbauwerk. Deutlich zu sehen ist, wie die Steinbrucharbeiter die Felswand im Nordwesten abbrechen und damit erweitern, während die Felswand gegenüber noch intakt erscheint und exakt gerade verläuft.

Ursprünglich fügten sich die Monumente nahezu hermetisch in den Berg, bevor die neuzeitlichen Steinbrucharbeiten begannen. Es lag nur an der Qualität der Bausteine, ob nicht auch die Pyramide selbst zum Opfer wurde. Bestand sie aus kleinteiligem Bruchsteinmauerwerk, hatte sie größere Chancen zu überdauern.

Wie kommt es zu solchen Überinstimmungen der Bauformen über hunderte von Kilometern hinweg? Die Verbreitung der Kelten über ganz Europa ist durch antike Quellen und archäologische Funde zweifelsfrei bewiesen. So könnte man z. B. auch einen Stamm der Kelten, die Briganten und ihre nachweisbare Verbreitung als Urheber gemeinsamer Bauformen ausmachen. Ein französischer Schriftsteller begab sich auf die Suche nach den Spuren der Bretonen, die er als Briganten interpretierte und stieß auch auf die Gemeinde Bretten in Baden, unweit von Sternenfels und seinen Cairn-Vorkommen. Dem "Lexikon der keltischen Mythologie" (P. & S. Botheroyd) zufolge verehrte dieser Stamm die Brigantia (in England) oder Brigit (in Irland), eine Muttergottheit, auch in Trinität vorkommend. Ihr Name bedeutet die Hehre, Erhabene. Möglicherweise hat das Wort Braut denselben Ursprung. Die Hauptstadt der Briganten am Bodensee war Bregenz, der See selbst wurde von antiken Autoren als Lacus Brigantinus überliefert. In Karlsruhe, 27 km westlich von Bretten, wird noch heute das Brigande-Fescht gefeiert. Nachweisbar anhand von Fluß- und Ortsnamen sind die Briganten auch in Portugal und im Wallis, und schließlich dürfte sich der Name der Briten und Bretonen davon herleiten. Der bretonische Autor glaubte, dass bretonische Legionäre mit römischen Kohorten über den Rhein gekommen seien und sich in Bretten angesiedelt hätten, die Expansion der Kelten und damit der Briganten aber ging umgekehrt von Zentraleuropa aus und erreichte tatsächlich die äußersten Bereiche des europäischen Kontinents.

 

Welche Form und Größe süddeutsche Stufenpyramiden haben können, zeigt der Hohenasperg bei Ludwigsburg, der hohe Berg der "Asen" (Thor, Lug, Baldur, Odin...). Auf dem entstand 1535 eine Festung, in der über die Jahrhunderte hinweg die antimonarchischen Freigeister inhaftiert waren, weshalb er auch "der Hausberg der schwäbischen Intelligenz" genannt wurde, heute aber als Vollzugskrankenhaus genutzt wird. Das gleichseitige Dreieck ist mit der Ostseite genau Nord-Süd orientiert, die Spitze zeigt genau nach Westen, dem Totenreich der Antike.

 

Der "Berg" besteht aus Löß und soll laut Lehrmeinung in der Eiszeit formgenau aus angewehtem Saharasand entstanden sein. Eine interessante Aufgabe für jeden Archäologen wäre es, geoelektrisch nach der Grabkammer zu suchen, die auch an der Cheopspyramide jahrtausendelang von außen nicht zu erkennen war. Der Hohenasperg ist das Zentrum zahlreicher keltischer Grabhügel, z. B. des Fürstengrabs von Hochdorf und des Kleinaspergle (r. u. im Vordergrund), ca. 350 v. Chr. entstanden. In Ägypten gibt es die großen Pharaonen-Pyramiden und die kleinen Beamtenpyramiden. Bei uns war es wohl ähnlich, große Königspyramiden wie der Hohenasperg im Zentrum und drum herum die kleinen Grabhügel der Beamten und Generäle, wie der Fürst von Hochdorf. Ähnlich verhält es sich beim Ipf von Bopfingen, eine Fachwerk-Pyramide in Murus-Gallicus-Bauweise, und dem benachbarten Goldberg, dazwischen keltische Grabhügel.

 

In der germanischen Edda Islands kommen die Asen vor, als Gegner der ansässigen Wanen. Deshalb hält man sie für Okkupanten und interpretiert das Wort Ase als eine Lautvariante des Wortes Osten. Die Asen wären also ein Volk aus dem Osten gewesen. Nun findet man Bauwerke in der Art des Hohenaspergs tatsächlich in China. Der Schädel des Fürsten von Hochdorf zeigt in seiner Physigniomie mongolische Merkmale. Schließlich wurde sogar Seide aus China im Grab gefunden. Was findet man wohl in den Grabkammern der Königspyramide Hohenasperg?

Das Paradiesmonument von Heilbronn gleicht in seiner Form und seinen Ausmaßen übrigens den Kaisergräbern Japans und Chinas.

 

 

Unsere Entdeckungen Zum Vergleich

Stufenpyramide aus Lehm, Hohenasperg in Württemberg

Stufenpyramide aus Lehm, Xi´an in China, 200 - 50 v. Chr., Han-Dynastie